Bund erwartet mehr Eigenkapital fĂĽr Chipfabrik

Zur Verärgerung Dubais hält die Bundesregierung nichts von der Forderung nach Staatsgarantien.

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  • dpa

Die Bundesregierung erwartet für eine Millionen-Bürgschaft zum Bau einer Chipfabrik in Frankfurt (Oder) nach einem Bericht des Spiegel ein größeres Engagement der Investoren. "Die Kapitalgeber sollen zusätzliches Eigenkapital zur Verfügung stellen", schreibt das Hamburger Nachrichtenmagazin. Der Bund halte nichts davon, dass für das 1,3- Milliarden-Dollar-Projekt die Bankkredite von 650 Millionen Dollar mit einer Staatsgarantie unterlegt werden sollen.

Das Eigenkapital, das vor allem aus dem Emirat Dubai komme, sei fĂĽr ein so riskantes Projekt viel zu gering. "Berlin irritiert, dass die finanzierende Bank ANB Amro 100 Prozent ihrer Kredite ĂĽber den Staat absichern will. Ăśblich seien allenfalls 80 Prozent", schreibt das Magazin. Ein Sprecher der geplanten Chipfabrik sagte dagegen am Sonntag, es sei nie die Rede davon gewesen, dass der Staat zu 100 Prozent fĂĽr die Kredite bĂĽrgen sollte. Es gehe um eine Absicherung fĂĽr 80 Prozent.

Der Tagesspiegel hatte am Samstag berichtet, dass im Emirat Dubai die Verstimmung über die geplante Chipfabrik steige. Grund sei ein Brief des Bundeskanzlers, in dem er dem Kronprinzen von Dubai keine Zusage über die Bewilligung der ausstehenden Bund-Landes- Bürgschaft gegeben habe. Vielmehr bitte Schröder um Geduld wegen der laufenden Prüfungen für die Bürgschaft, schrieb das Blatt. Dubai habe kürzlich angekündigt, die Oktober-Rate für den Weiterbau nicht zu überweisen, wenn die Bürgschaft bis dahin nicht bewilligt worden sei. (dpa)/ (tol)