Deutsche Bank informiert Mitarbeiter von IT-Auslagerung

Besonders betroffen wird die Softwareentwicklung sein: Nach Abschluss der Partnerwahl fallen in Deutschland etwa 640 Stellen weg.

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  • Torge Löding

Auf einer Betriebsversammlung hat die Deutsche Bank ihren Angestellten mitgeteilt, dass an den Berichten über ein weiteres IT-Outsourcing doch etwas dran ist. Mindestens fünf Bereiche der Anwendungsentwicklung sollen an externe Dienstleister ausgelagert werden, berichtet die Financial Times Deutschland. Allein bei der Softwareentwicklung wird das in Deutschland 640 Stellen kosten. Damit verfolgt Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann nach eigenen Angaben sein strategisches Ziel, Kapital in den Bereichen freizuschaufeln, die nicht zur Kernkompetenz der Bank gehören.

Nach Abschluss der Auswahl der Partner werden in Deutschland vermutlich nur noch 20 Prozent der 800 Mitarbeiter der Sparte bei der Bank bleiben. Sie sind künftig für die Zusammenarbeit mit den Drittanbietern zuständig. Bei der Auslagerung wird Offshoring -- der Betrieb in weit entfernten Staaten -- immer wichtiger. Für die Mitarbeiter sinken dabei die Chancen, bei dem Dienstleister Arbeit zu finden.

Ein Banksprecher sagte, eine Entscheidung sei noch nicht gefallen. Die FTD zitiert aber einen hochrangigen Mitarbeiter, dessen Aussage zufolge die Pläne aber bereits weit gediehen sind. Der Entschluss zur Auslagerung stehe fest. "Das Management will fast um jeden Preis auslagern." (tol)