Richter verschiebt Entscheidung über Klage gegen IBM

Ob eine Klage auf Schadensersatz gegen IBM zugelassen wird, weil der Konzern angeblich Mitarbeiter wissentlich mit gesundheitsgefährdenden Chemikalien hantieren ließ, wird erst im Laufe dieser Woche entschieden.

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Von
  • Wolfgang Stieler

Ob eine Klage auf Schadensersatz gegen IBM zugelassen wird, weil der Konzern angeblich Mitarbeiter wissentlich mit gesundheitsgefährdenden Chemikalien hantieren ließ, wird erst im Laufe dieser Woche entschieden. Das berichtet das Wall Street Journal in seiner aktuellen Ausgabe. In einer ersten mündlichen Anhörung wollte der zuständige Richter ursprünglich bereits am Freitag entscheiden, ob die Klage abgewiesen wird. Der Fall wird in der Branche mit Spannung beobachtet, denn bisher sind vergleichbare Verfahren in der Regel durch einen außergerichtlichen Vergleich beigelegt worden.

Nach den bisher veröffentlichten Dokumenten, die beim Gericht eingereicht worden sind, sind mehrere hundert IBM-Mitarbeiter bereits in jungen Jahren an verschiedenen Formen von Krebs erkrankt. Der Konzern soll sogar eine eigene Akte -- ein "corporate mortality file"-- zur Dokumentation der entsprechenden Fälle angelegt haben. IBM weist die Vorwürfe zurück und hat beantragt, die Klage abzuweisen. (wst)