SAP will auf wachsenden Preisdruck nicht reagieren

Das Software-Unternehmen SAP gerät durch den massiven Preiskampf in der Branche weiter unter Druck.

vorlesen Druckansicht 71 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • dpa

Das Software-Unternehmen SAP gerät durch den massiven Preiskampf in der Branche weiter unter Druck. Der weltgrößte Hersteller von Unternehmens-Software werde darauf aber nicht mit Preissenkungen reagieren, sagte SAP-Vorstandssprecher Henning Kagermann einem Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge auf einem Innovationskongress in Basel. Der Übernahmekampf zwischen den US-Konkurrenten PeopleSoft und Oracle habe auch im dritten Quartal die Preise für die ganze Branche belastet, hieß es.

SAP verliere im Zuge des andauernden Ăśbernahmepokers einerseits Kunden, anderseits gewinne das Unternehmen von den beiden US-Konkurrenten aber auch aufgrund starker Verunsicherungen Kunden hinzu, sagte Kagermann. Auf mittlere Sicht werde SAP profitieren.

Oracle will PeopleSoft übernehmen. PeopleSoft wehrt sich aber vehement gegen die Akquisitionspläne und hat seinerseits mittlerweile den Konkurrenten J.D. Edwards übernommen. Branchenbeobachtern zufolge wollte sich PeopleSoft den Konkurrenten J.D.Edwards so schnell wie möglich einverleiben, um damit für Oracle weniger attraktiv zu werden. Oracle hatte unterdessen sein Übernahmeangebot für PeopleSoft-Aktionäre bis zum 17. Oktober verlängert. (dpa) / (jk)