Wiedergabelisten auf Creative Zen MX übertragen

Wenn ich Wiedergabelisten über einen Media-Player auf meinen MP3-Player von Creative übertrage, gibt das Gerät diese nicht wieder. Ich kann nur auf dem Player erstellte Wiedergabelisten nutzen. Gibt es da einen Kniff?

vorlesen Druckansicht
Lesezeit: 2 Min.
Von
  • Gerald Himmelein

Wenn ich Wiedergabelisten über einen Media-Player auf meinen MP3-Player von Creative übertrage, gibt das Gerät diese nicht wieder. Ich kann nur auf dem Player erstellte Wiedergabelisten nutzen. Gibt es da einen Kniff?

Aufgrund eines Fehlers in der Firmware spielt der Creative Zen MX nur Playlisten ab, deren Pfade maximal 8.3 Zeichen lang sind. Sie benötigen also ein Programm, das diese Begrenzung bei der Playlisten-Erstellung einhält.

Das Medien-Bibliotheksprogramm MediaMonkey bietet weitgehende Möglichkeiten, die beim Musik-Abgleich auf den Player zu übertragenden Pfade und Dateinamen anzupassen. Um einen Creative-Player mit dem beschriebenen Fehler zu befüllen, muss man an zwei Stellen eingreifen: Zunächst muss man den Pfad zu den Playlisten anpassen. Doppelklicken Sie hierfür unter „Optionen/Externe Geräte“ auf den Player-Namen und öffnen Sie im Karteireiter „Geräte-Konfiguration“ den Dialog „Optionen“. Als Standardverzeichnis ist hier \Playlists eingetragen (neun Zeichen); hier muss \Playlist stehen.

Als Nächstes muss man dafür sorgen, dass die Pfade mit der richtigen Länge auf dem Player landen. Damit die Namen in der Playlist stimmen, müssen die Dateinamen angepasst werden. Dazu gibt man im Feld „Songs nach Synchronisieren“ das folgende Konstrukt inklusive der Leerzeichen zwischen den Doppelkommas ein:

\Music\$Trim($Left($Replace(<Album Interpret>,
,),8))\$Trim($Left($Replace(<Album>,
,),6))$Trim($Right(<Disk#>,2))\$Trim($Left(<Song#>-
$Replace(<Titel>, ,),8))

Der String kürzt die Pfade mit Hilfe des $Trim()-Befehls anhand der ID3-Tags in den MP3-Dateien: Der Künstlername wird auf die ersten acht Buchstaben gestutzt, der Albenname auf sechs Buchstaben plus eine maximal zweistellige Disk-Nummer und der Song-Titel auf die Track-Nummer, gefolgt von einem Bindestrich und den ersten Zeichen des Track-Werts. Die umständlichen Vorsichtsmaßnahmen verhindern Kollisionen zwischen Tracks mit den gleichen Anfangsbuchstaben und Multi-Disc-Sets. Zudem werden alle Leerzeichen entfernt. Künstler, deren erste acht Buchstaben übereinstimmen, landen allerdings im selben Ordner.

(ghi)