Palm-PDA-Familie bekommt Zuwachs
Palm Solutions stellt heute drei neue Palm-OS-PDAs vor, von denen allerdings vorerst nur zwei in Deutschland erhältlich sein werden.
Palm Solutions stellt heute drei neue Palm-OS-PDAs vor, von denen allerdings vorerst nur zwei in Deutschland erhältlich sein werden.
Das etwa 160 Gramm leichte Top-Modell Tungsten T3 mit Palm OS 5.2.1 hat einen im Vergleich zu allen anderen Modellen größeren Transflektiv-Bildschirm mit einer Auflösung von 320 × 480 Pixeln bei 16 Bit Farbtiefe. Der Bildschirminhalt ist zudem in jede Richtung um 90 Grad drehbar. Handschriftliche Zeichen gibt man in das virtuelle Graffiti2-Feld ein, welches eine Linkshänder-Option bietet und sich ausblenden lässt. Will man den gewonnenen Platz nutzen, bedarf es allerdings speziell dafür vorbereiteter Programme. Eine ganze Reihe liefert Palm gleich mit: Die Office-Suite Documents to go, das E-Mail-Programm Versamail und der Web-Browser WebPro liegen dem Paket bereits bei. Außerdem hat Palm Solutions alle Standard-Palm-OS-Applikationen auf alle verfügbaren Bildschirmmodi bereits vorbereitet.
Im Innern Arbeitet ein Intel XScale-Prozessor vom Typ PXA255 mit 400 MHz, der auf üppige 64 MByte RAM zugreift. In den Erweiterungsslot passen SD/MMC-Module, auch solche die SDIO benötigen. Als Funktechnik kommt Bluetooth zum Einsatz, daneben enthält der Handheld auch eine Infrarot-Schnittstelle. Über den Kopfhörer-Anschluss spielt der Tungsten T3 MP3 und andere Sounds in Stereo ab. Damit man nicht versehentlich während der MP3-Wiedergabe eine Schaltfläche oder einen Knopf drückt, sperrt man durch längeren Druck auf die Einschalttaste den Bildschirm und alle Bedienelemente. Außer durch Tonsignale erinnert der PDA den Nutzer an wichtige Termine auch per Vibration oder LED. Der Tungsten T3 soll ab sofort für etwa 460 Euro in Deutschland zu haben sein.
Bei dem neuen Sparmodell der Tungsten-Serie, Tungsten E, hat Palm -- abgesehen von einer Infrarot Schnittstelle -- auf Wireless-Technik verzichtet. Auch der verwendete TI-OMAP311-Prozessor ist mit 126 MHz langsamer als der der anderen Tungsten-Modelle. Allerdings fällt der Hauptspeicher mit 32 MByte üppig aus und reicht selbst für anspruchsvolle Anwendungen aus. Falls der Speicher dennoch nicht ausreichen sollte kann er per SD/MMC-Erweiterung noch vergrößert werden. Das Transflektiv-Display zeigt 320 × 320 Pixel bei 16 Bit Farbtiefe an. Der Tungsten E wiegt etwa 130 Gramm und hinterlässt trotz seiner günstigen Hardware den Eindruck eines edlen Gerätes. An Software legt Palm Solutions die Office-Suite Documents To Go und das E-Mail Programm VersaMail und weitere nützliche Tools für die tägliche Datenorganisation bei. In Deutschland soll der Tungsten E knapp 230 Euro kosten.
Vorerst nur in den USA soll der Zire 21 mit Monochrom-Display zu haben sein. Vom Äußeren unterscheidet sich das neue Mitglied der Zire-Familie kaum vom ersten Zire-Modell. Es hat ein 4-Bit-Graustufen-Display ohne Hintergrundbeleuchtung mit einer Auflösung von 160 × 160 Pixeln. Im Unterschied zum Vormodell, das noch unter Palm OS 4.1 lief, arbeitet der Zire 21 mit Palm OS 5.2 und hat wie der Tungsten E einen ARM-Kompatiblen TI OMAP311-Prozessor mit 126 MHz Takt. Auch beim Speicher hat der Zire 21 zugelegt und bietet mit 8 MByte RAM genügend Platz für Daten und Programme. Erweitern kann man diesen allerdings nicht, da ein Erweiterungsslot fehlt, eine Infrarotschnittstelle zum Senden und Empfangen von Daten hat er aber. In den USA soll er exklusive Steuern bereits für knapp 100 US-Dollar zu haben sein. Ob er demnächst auch den Weg in die deutschen Läden findet, steht noch in den Sternen. (dal)