Network Associates einigt sich mit Aktionären

Der Antivirenspezialist zahlt 70 Millionen US-Dollar an Aktionäre, die eine Sammelklage gegen das Unternehmen gestartet haben.

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Von
  • Torge Löding

Der US-amerikanische Antiviren- und Sicherheitsspezialist Network Associates (NAI) will Aktionäre, die eine Sammelklage gegen das Unternehmen gestartet haben, mit der Zahlung von 70 Millionen US-Dollar zum Einlenken bringen. Die Anleger beschuldigen NAI und einige ehemalige Manager, in den Jahren 1998 bis 2000 Umsätze falsch verbucht und somit den Aktienkurs in die Höhe getrieben zu haben. Der ehemalige CEO Bill Larson, Ex-Präsident Peter Watkins und der damalige Finanzchef Prabhat Goyal hätten -- so die Anklage -- eine als "Stuffing the Channel" bekannte Methode angewandt. Dabei werden Erlöse aus dem Softwaregeschäft nicht bei Zahlung des Endkunden, sondern bereits bei der Lieferung der Produkte an Vertriebspartner bilanziert. Die drei Manager sind bereits im Jahr 2000 zurückgetreten, seither ermittelt die US-Börsenaufsicht SEC.

Die revidierte Bilanz für das Jahr 2002 sowie die Quartalsberichte für das erste Halbjahr 2003 sollen nun am 31. Oktober bei der SEC eingereicht werden. NAI hatte bereits im Mai vergangenen Jahres die Ergebnisse der Geschäftsjahre 1998 bis 2000 berichtigt. Wegen erneuter Korrekturen wurde die Vorlage der Bilanzen dann aber im März 2003 auf unbestimmte Zeit verschoben. (tol)