US-Senator will geringere Strafen für P2P-Nutzer
Der republikanische US-Senator Norm Coleman will die Höchststrafe für Raubkopierer, die gegen das umstrittene US-Urheberrecht verstoßen haben, drastisch senken.
Der republikanische US-Senator Norm Coleman will die Höchststrafe für Raubkopierer, die gegen das umstrittene US-Urheberrecht verstoßen haben, drastisch senken. Nach US-Medienberichten erklärte Coleman, die momentan geltende Höchststrafe von 150.000 US-Dollar sei "unvernünftig", da sie Menschen, die wegen Benutzung von P2P-Tauschbörsen verklagt würden, dazu verleite, sich auf außergerichtliche Einigungen einzulassen, statt für ihr Recht zu kämpfen. Coleman will unverzüglich eine Gesetzesinitiative starten, um diese Strafe herabzusetzen. Wie hoch die Höchststrafe für einen Verstoß gegen das Copyright-Gesetz sein sollte, bezifferte der Senator allerdings nicht.
Coleman hatte sich bereits wiederholt sehr kritisch zu den Maßnahmen der US-Musikindustrie gegen Tauschbörsennutzer geäußert. Am Mittwoch hatte sich auch ein Unterausschuss des US-Senats auf Einladung von Coleman mit der juristischen Kampagne der US-Musikwirtschaft gegen Tauschbörsen-Nutzer beschäftigt. Als Zeugen traten dabei unter anderem der Mitch Bainwol als neuer CEO der Recording Industry Association of America (RIAA), LL Cool J, Chuck D und Alan Morris vom Kazaa-Betreiber Sharman Networks auf. (wst)