Charter Communications widersetzt sich US-Musikverband

Der US-amerikanische Breitband-Anbieter will der RIAA keine Daten ĂĽber seine Kunden herausrĂĽcken.

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Der US-amerikanische Breitband-Anbieter Charter Communications ist nach eigenen Angaben das einzige größere Unternehmen, das im Zuge des "Feldzugs" der US-amerikanischen Musikindustrie gegen Tauschbörse-Nutzer dem Verband RIAA noch keine einzige Information über seine Kunden verraten hat. Damit es dabei auch bleibt, hat Charter beim U.S. District Court in St. Louis einen Antrag auf Ablehnung der Forderungen der RIAA gestellt.

Die RIAA verlangt von Charter Communications nach einem Bericht der St. Louis Post die Identität von 150 Kunden. Das Unternehmen ist nicht bereit, die Kundendaten herauszurücken. Dabei hieß es noch im September, Charter wolle mit der Musikindustrie kooperieren. Es ist nicht das einzige Unternehmen, das sich gegen die RIAA wehrt. Im Juli reichte beispielsweise Pacific Bell eine Klage ein.

Der Provider Verizon war im Juni mit seinem Widerstand gegen die RIAA gescheitert. Dadurch sah die Musikindustrie die Chance gekommen, auch von anderen Providern Kundendaten zu verlangen, um diese zu verklagen. Im September wurden die ersten 261 Tauschbörsennutzer verklagt. (anw)