Funkwerk gut im Geschäft
Der Thüringer Kommunikationstechnik-Hersteller Funkwerk ist gut im Geschäft und geht von weiter steigenden Umsätzen in diesem Jahr aus.
Der Thüringer Kommunikationstechnik-Hersteller Funkwerk ist gut im Geschäft und geht von weiter steigenden Umsätzen in diesem Jahr aus. Bis Ende August hätten sich die Erlöse des börsennotierten Unternehmens bereits auf mehr als 110 Millionen Euro summiert, teilte Vorstandschef Hans Grundner am Dienstag am Unternehmenssitz in Kölleda mit. "Wir haben damit rund 70 Prozent unserer Jahresplanung bereits auf dem Konto und den Rest ebenfalls in trockenen Tüchern."
Mit Hinweis auf Bahn-Aufträge und Bestellungen von Automobilherstellern schloss er eine erneute Korrektur der Umsatzprognose nach oben nicht aus. Entscheidungen sollen nach Vorlage der Quartalszahlen fallen. Funkwerk mit mehr als 800 Beschäftigten geht von einem Jahresumsatz von 150 Millionen Euro und einem Gewinn vor Zinsen und Steuern von mehr als 12 Millionen Euro aus. Ursprünglich waren nur Erlöse von 126 Millionen Euro für 2003 erwartet worden. Zuletzt war die Geschäftsprognose im August angehoben worden.
Die Funkwerk-Aktie, die bereits in den vergangenen Wochen stark gestiegen war, reagierte auf die Zahlen am Dienstagnachmittag mit einem Kursaufschlag von mehr als fĂĽnf Prozent auf 27,50 Euro.
Den optimistischen Ausblick auf das Gesamtjahr begründete Grundner mit Abschlüssen im Umfeld der Internationalen Automobilausstellung (IAA) und Aufträgen von Eisenabahngesellschaften. Funkwerk liefert Mobilfunkterminals für die Bahn und stellt Funktechnik und Freisprechanlagen für die Automobilindustrie her. Zur IAA sei als internationale Neuheit ein Mobilfunkverstärker vorgestellt worden, der die gleichzeitige Nutzung von Freisprechanlage und beispielsweise eines mobilen Faxgeräts im Auto erlaube.
Positiv sei der Vertriebsstart von Mobilfunkzubehör für die Nachrüstung von Autos in den USA verlaufen. "Die USA haben bei Freisprechanlagen einen erheblichen Nachholbedarf." Grundner rechnet für Funkwerk in den kommenden Jahren mit zweistelligen Zuwachsraten in den USA. (dpa) / (boi)