Forrester behandelt Vergleichsstudien künftig vertraulich

Auftraggeber dürfen laut der neuen Richtlinie der Marktforscher Produkt- oder Unternehmensvergleiche nicht mehr für ihr Marketing verwenden.

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Die Marktforscher von Forrester Research haben ihre "Integrity Policy" geändert. Künftig verlangt das Unternehmen von seinen Kunden, bezahlte Studien über Produktvergleiche vertraulich zu handhaben. Damit reagiert Forrester laut einer Mitteilung des Unternehmens auf zwei Fälle in der jüngsten Vergangenheit, als Informationen über Produkt- oder Unternehmensvergleiche an die Öffentlichkeit gelangt sind.

Forrester selbst nennt die beiden bezahlten Studien nicht beim Namen, doch Medienberichte weisen auf eine von Microsoft bezahlte Studie von Research/Giga Information Group hin, die im September bekannt geworden war. Darin hatte Forrester Windows gegenüber Linux Preisvorteile diagnostiziert. Die Studie ist umstritten, da lediglich zwölf Unternehmen als Untersuchungsgrundlage herangezogen worden waren. In einem anderen Fall hatte der Software-Hersteller Peoplesoft eine Forrester-Studie als Werbung für sich genutzt.

"Wir stehen zur Integrität dieser beiden Studien. Dennoch haben wir uns geirrt, unseren Kunden die Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse zu erlauben", teilt Forrester mit. Als Reaktion darauf habe das Unternehmen "interne Prozesse gestrafft" und die Integrity Policy verdeutlicht. Auftraggeber dürfen künftig Vergleichsstudien über Produkte oder Unternehmen nicht für eigene Marketingaktivitäten verwenden. (anw)