Mozilla Foundation legt Finanzbericht 2008 vor

Die Stiftung hinter der beliebten Open-Source-Programmfamilie konnte im vergangenen Jahr ihre Einnahmen erneut steigern, gab aber auch deutlich mehr Geld aus als noch 2007. Den Löwenanteil der Umsätze steuert das Suchmaschinengeschäft bei.

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Die Mozilla Foundation, die als Stiftung die Weiterentwicklung der Mozilla-Programmfamilie fördert, hat ihre Einnahmen im Geschäftsjahr 2008 erneut steigern können. Stiftungs-Chefin Mitchell Baker veröfffentlichte am Donnerstag den geprüften Geschäftsbericht (PDF-Datei) der Foundation in ihrem Blog. Danach erzielten die Stiftung und ihre Tochtergesellschaften 2008 Einnahmen von insgesamt 78,6 Millionen US-Dollar (knapp 53 Millionen Euro), rund 5 Prozent mehr als noch im Jahr davor (75 Millionen US-Dollar).

Die Stiftung erzielt den weitaus größten Teil ihrer Einnahmen mit der Vermarktung der Suchfunktion des Browsers Firefox durch die Mozilla Corporation. Das Unternehmen wird von Partnern wie Google, Yahoo oder Amazon an den über die Suche erzielten Umsätzen beteiligt. Hier steuert Google den Löwenanteil bei. Darüber hinaus bezieht die Foundation Einnahmen aus Spenden, anderen Partnerprogrammen, dem eigenen Online-Shop sowie Rückflüssen aus Investitionen. Das Investitionsportfolio der Stiftung sorgte 2008 allerdings für einen Verlust von 7,7 Millionen US-Dollar.

Den Einnahmen stehen Ausgaben von 49,4 Millionen US-Dollar (33 Millionen Euro) gegenüber, etwa die Hälfte mehr als 2007 (33,3 Millionen US-Dollar). Der Großteil der Mittel fließt in Personalkosten und Infrastruktur. Die Stiftung finanzierte 2008 die Arbeit von etwa 200 Voll- oder Teilzeitprogrammierern weltweit. Knapp 60 Prozent der Ausgaben entfielen auf die Programmierer. (vbr)