Japanische Regierung fĂĽhlt sich von Satellitenhersteller hingehalten

Loral soll künstlich die Auslieferung eines Satelliten verzögern. Die japanische Regierung hat deshalb bei Gericht eine Beschwerde eingereicht.

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Von
  • Benjamin Benz

Die japanische Regierung hat bei einem Gericht in New York Beschwerde gegen die Loral Space & Communications Ltd. eingereicht. Sie wirft laut US-amerikanischen Medien dem unter Gläubigerschutz stehenden Satellitenhersteller vor, die Auslieferung eines Satelliten künstlich zu verzögern und zu verteuern. Angeblich befindet sich der Satellit in den letzten Tests und soll 30 Millionen US-Dollar teurer werden als ursprünglich geplant. Loral wird auch vorgehalten, seinen Gläubigerschutz als Druckmittel einzusetzen, um Kunden zu Zugeständissen zu bewegen.

Japanische Behörden hatten vor drei Jahren den 136 Millionen US-Dollar teuren Wetter- und Flugkontrollsatelliten in Auftrag gegeben. Er soll einen Satelliten ersetzen, den die US-Regierung leihweise zur Verfügung gestellt hatte. Dieser hat seine Laufzeit überschritten und muss bis spätestens Februar ersetzt werden. Mit dem neuen Satelliten soll es möglich werden, den Abstand zwischen den Flugrouten in der Pazifikregion zu verringern und die Bevölkerung früher vor Unwettern zu warnen. (bbe)