19-jähriger US-Amerikaner beging angeblich Börsenbetrug mit Trojaner

Die US-Bundesbehörden haben einen 19-Jährigen angeklagt, weil er in fremde Rechner eingedrungen und sich dort Zugangsdaten beschafft haben soll, um sich zu bereichern.

vorlesen Druckansicht 139 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • Patrick Brauch

Der 19-jährige US-Amerikaner Van T. Dinh ist laut Medienberichten von US-amerikanischen Bundesbehörden angeklagt worden, weil er mit einem Trojanischen Pferd Zugänge zu Börsenportalen ausspioniert haben soll. Das geht aus der Zivilklage der Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) hervor. In dem außerdem laufenden Strafverfahren drohen Dinh nach Medienberichten maximal 30 Jahre Gefängnis und 1 Million US-Dollar Geldstrafe.

Dinh soll E-Mails an verschiedene Nutzer des US-amerikanischen Börsenportals www.stockcharts.com verschickt und ihnen angeboten haben, an einem Beta-Test für eine vermeintlich neue Software zur Anzeige und Auswertung von Börsenkursen teilzunehmen, heißt es. Das auf seiner Website hinterlegte Programm sei jedoch ein Trojanisches Pferd mit Keyboard-Logger gewesen, über das der Angeklagte Zugriff auf die Börsenaccounts erhalten habe.

Anschließend habe Dinh sich über diese Zugänge verbilligt Aktien zugeschustert beziehungsweise zu überteuerten Preisen verkauft. Offenbar hatte Dinh sich in den Monaten vorher mit Cisco-Aktien verspekuliert und wollte so einen Verlust von 37.000 US-Dollar ausgleichen. Die SEC verlangt in der Klage, dass Dinh den Schaden ausgleicht und Strafgeld bezahlt. (pab)