Fraunhofer-Institut stellt neues berührungsfreies Eingabeverfahren vor
Dabei werden Änderungen in elektromagnetischen Feldern ausgewertet und Berührungen von Tasten oder Bildschirmen unnötig.
Ein sensorisches Verfahren, das die Bedienung von Anzeigetafeln und Infosäulen völlig ohne Berührungen erlaubt, wird das Fraunhofer-Institut für Medienkommunikation (IMK) am 23. und 24. Oktober auf der e-culture fair in Amsterdam vorstellen.
Bei der Weiterentwicklung des beispielsweise an den Ticketautomaten der Deutschen Bahn eingesetzten Touch-Screen-Prinzips soll bereits das Ausstrecken des Armes genügen, um einen auf dem Bildschirm angezeigten Menüpunkt auszuwählen. Für das zum Patent angemeldete sensorische Verfahren nutzen die Entwickler von der IMK-Abteilung Media Arts and Research Studies (MARS) die so genannte Electric-Field-Sensing-Methode.
Vor den Anzeigegeräten, die auf der Fraunhofer-Sensorik beruhen, befinden sich vier Antennen, die ein oszillierendes elektrostatisches Feld erzeugen. Deutet der Anwender mit dem Arm auf eine Stelle, verändert sich dort die Feldstärke. Auf diese Weise kann das System erkennen, auf welchen Punkt der grafischen Oberfläche der Benutzer zeigt. In der aktuellen Demoversion lassen sich 36 mit Steuerelementen oder multimedialen Inhalten hinterlegte Felder identifizieren und auswählen. Eine mit der neuen Technik ausgestattete Anzeigetafel (PointScreenTM) sowie ein Info-Jukebox genanntes digitales Kiosk-System werden in Amsterdam zu sehen sein.
Als Weiterentwicklung ist bereits ein neues System im Laborbetrieb, bei dem die Antennen nicht wie bisher als flacher Rahmen, sondern als dreidimensionaler Kubus angeordnet sind. Das IMK erhofft sich dadurch, neben der Berührungsfreiheit auch räumliches Interagieren möglich zu machen. (han)