DSL-Surfen kabellos mit Bluetooth [Update]

Das Unternehmen AVM lanciert einen Bluetooth-Access-Point fĂĽr DSL- und ISDN-AnschlĂĽsse.

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Von
  • Dusan Zivadinovic

Erster: ISDN und DSL in einem Bluetooth-Access-Point vereint.

Der Berliner Kommunikationsspezialist AVM kombiniert erstmals die Telefondraht-Techniken DSL und ISDN mit Bluetooth-Funk in einem Gerät, dem Bluetooth Access Point BlueFritz! AP-DSL. Das DSL-Modem ist eingebaut, man braucht also kein separates zu kaufen. Über den Access Point können bis zu sieben Geräte kabellos ins Internet; das Funkmodul ist gemäß der Bluetooth-Funkklasse 1 für bis zu 100 Meter Reichweite ausgelegt. Zusätzlich lässt sich am BlueFritz! AP-DSL ein PC über USB anschließen.

Bluetooth bietet mit integrierter 128-Bit-Verschlüsselung und einer Übertragungsrate von 723 KBit/s zwar gute Surf-Voraussetzungen, ist gegenüber verbreiteten DSL-Anschlüssen, die maximal 768 KBit/s befördern, aber etwas langsamer. Entsprechend stellt AVM die Kompressionsmöglichkeit heraus, mittels der bei Einsatz des Personal Area Networking Profils, PAN, die maximale Durchsatzrate auf über 1 MBit/s steigen soll. Entgegen ursprünglichen Plänen komprimiert zunächst aber nur AVMs USB-Adapter BlueFritz! den Datenstrom, was also PAN-Netzwerken zugute kommt, die man mittels solcher Adapter aufbaut. Der AP-DSL bekommt diese Funktion erst später, meldet AVM nachträglich. Bluetooth-Geräte, die das PAN-Profil noch nicht unterstützen, etwa Organizer oder Handhelds, kann man über das Modem-Profil Dialup Networking, DUN, an den Access Point ankoppeln, um etwa vom Sofa aus zu surfen oder Mail zu lesen.

Bei der gemeinsamen Nutzung der DSL-Leitung kann der Anwender entscheiden, ob alle PCs ĂĽber einen Zugang (Account) surfen oder individuelle Accounts eingesetzt werden. Alle PCs im Netzwerk haben Zugriff auf Ressourcen wie freigegebene Laufwerke, Scanner und Drucker. Ebenfalls drahtlos ĂĽber Bluetooth kann die Windows-Software-Suite Fritz! auf den ISDN-Anschluss des Access Points zugreifen und die von AVM bekannte groĂźe Palette an ISDN-Anwendungen nutzen, etwa ein- und zwei-kanalige Internet-Verbindungen mit Datenkompression aufbauen, Farbfaxe ĂĽbertragen, Videotelefonie-Verbindungen aufbauen, SMS-Nachrichten im Festnetz versenden oder auch Anrufe aufzeichnen.

Das Gerät wurde bereits zur CeBIT angekündigt, damals noch unter dem Namen BlueFritz! AP-X DSL. Es kommt dieser Tage in Kombination mit BlueFritz! USB für 219 Euro in den Handel. Der Hersteller gewährt 5 Jahre Garantie und kostenfreie Updates für den Access Point. (dz)