Facebook bereitet sich auf Börsengang vor

Das Social Network führt eine 2-Klassen-Aktienstruktur ein, die den Einfluss bestehender Anteilseigner sichern soll. Ein Börsengang stehe aber nicht unmittelbar bevor, hieß es von dem Unternehmen.

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Von
  • JĂĽrgen Kuri

Das Social Network Facebook bereitet sich auf einen Börsengang vor. Das Unternehmen führt eine 2-Klassen- Aktienstruktur ein, die den Einfluss bestehender Anteilseigner sichern soll. Zugleich stellte Facebook in einer Erklärung klar, ein Gang an die Börse stehe nicht unmittelbar bevor; man solle die Änderungen in der Aktienstruktur nicht als Signal auffassen, das Unternehmen wolle zu diesem Zeitpunkt an die Börse. Die bestehenden Anteilseigner wollten die Kontrolle sichern über die Abstimmungen zu bestimmten Themen und sich auf langfristige Ziele konzentrieren. Facebook ist mit mehr als 300 Millionen Nutzern das populärste Social Network.

Alle bisherigen Facebook-Anteilseigner sollen sogenannte Class-B- Aktien bekommen, die zehn Mal so viele Stimmrechte haben wie herkömmliche Papiere der Klasse A, berichtete als Erstes das Wall Street Journal. Damit würde bei einer Aktienplatzierung vor allem die starke Rolle des 25-jährigen Facebook-Gründers Mark Zuckerberg gesichert. Es ist der bisher deutlichste Hinweis auf konkrete Börsenpläne bei Facebook. Eine solche 2-Klassen-Struktur hatte unter anderem der Internet-Konzern Google gewählt, um bei seinem Börsengang im Jahr 2004 den Einfluss der Gründer Larry Page und Sergey Brin zu garantieren.

Da Facebook als eines der vielversprechendsten Internet-Unternehmen gilt, wird bereits seit Längerem ein Börsengang erwartet. Zuckerberg hatte einen solchen Schritt mehrfach nicht ausgeschlossen, um Geld für die weitere Entwicklung zu heben. Bisher besorgte sich Facebook mehrere hundert Millionen Dollar über den Verkauf kleiner Anteile an Investoren. Zuckerberg selbst soll Anteile an Facebook in zweistelliger Höhe halten, zu weiteren Großaktionären gehören Mitgründer Dustin Moskowitz und der Gründungspräsident Sean Parker. Neben Microsoft, die sich mit 240 Millionen US-Dollar einen Anteil von 1,6 Prozent erkaufte, gehören unter anderem die russische Digital Sky Technologies und die Investmentgesellschaft Accel Partners zu den Facebook-Investoren. (jk)