Chef von Intel Deutschland sieht IT-Investitionen wachsen
"Die Unternehmen merken, um wettbewerbsfähig zu sein, müssen sie mehr in ihre IT investieren", stellt Jürgen Thiel fest. Gerade in den westeuropäischen Märkten sei eine erfreuliche Entwicklung festzustellen.
Nach Jahren der Flaute macht der Halbleiterhersteller Intel wieder zunehmende Investitionen der Unternehmen in die Informationstechnologie aus. "Der gesamte Mittelstandsbereich läuft sehr gut, die Unternehmen merken, um wettbewerbsfähig zu sein, müssen sie mehr in ihre IT investieren", sagte Intel-Deutschland-Chef Jürgen Thiel heute in München.
Im dritten Quartal hatte der weltgrößte Halbleiterhersteller dank des starken Chip-Geschäfts seinen Nettogewinn auf 1,7 Milliarden US-Dollar gesteigert und damit im Vergleich zum Vorjahresabschnitt mehr als verdoppelt. "Das spricht dafür, dass der Markt wieder angezogen hat", sagte Thiel.
Gerade in den westeuropäischen Märkten sei eine erfreuliche Entwicklung festzustellen. Neben zunehmenden Investitionen in Server wachse auch das Geschäft mit Notebooks sehr stark. "Während in den vergangenen Jahren vor allem Gigahertz und Leistung im Vordergrund standen, achten die Kunden inzwischen verstärkt auf Design." Intel sei mit der "Centrino"-Technologie für diesen Trend gut aufgestellt.
Insgesamt legte der Bereich Mobile-Computing in den ersten drei Quartalen um 30 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu, sagte Thiel. "Das sind zweimal so hohe Steigerungsraten wie im Desktop-Bereich." GroĂźe Potenziale sieht Intels Deutschland-Chef in der zunehmenden Digitalisierung der Haushalte. So biete die Vernetzung der Konsumentenelektronik mit dem Computer fĂĽr die Halbleiterindustrie Marktchancen.
Optimistisch zeigte sich Thiel auch im Hinblick auf die Preisentwicklung für die Unternehmen. Nach der Talfahrt der vergangenen Jahre seien die Preise für Mikroprozessoren in den vergangenen Monaten wieder leicht gestiegen. "Das hat sich natürlich positiv auf unsere Umsätze ausgewirkt." Zunehmend sei bei den Kunden wieder die Nachfrage nach höherwertigen Produkten zu entsprechenden Preisen auszumachen. Produkte allein über den Preis verkaufen zu wollen sei daher auch für die Zukunft eine falsche Strategie.
In Europa habe Intel in den zurĂĽckliegenden Quartalen Marktanteile gewonnen. Weltweit sieht das Unternehmen seinen Marktanteil bei Mikroprozessoren bei ĂĽber 80 Prozent. (dpa) / (anw)