MPF: MIPS führt Multithreading für Embedded ein
MIPS hat sich eines Modetrends angenommen und das Ergebnis auf dem diesjährigen MPF vorgestellt: Simultaneous Multithreading.
Während Erzkonkurrent ARM sich mehr mit Sicherheitserweiterungen (Trustzone) beschäftigt, hat sich MIPS eines anderen Modetrends angenommen und das Ergebnis auf dem diesjährigen MPF vorgestellt: Simultaneous Multithreading. Die MIPS Multithreading Architecture Extension (MIPS MT ASE) bietet dafür gleich zwei verschiedene Konzepte an: ein grobkörniges Threading (ähnlich Intels Hyper-Threading) namens Virtual Processing Elements (VME), das voll transparent den Applikationen einen Dual-Core vorspiegelt und ein feinkörniges Threading, das mit neuen Befehlen direkt auf ein optimales Threading einwirken kann. Ohne das Betriebssystem zu bemühen, können damit Threads erzeugt oder gelöscht werden, wobei die Hardware das Verwalten (Scheduling) übernimmt. Diverse Verteilungsalgorithmen sind dabei wählbar, etwa Blocking oder per Zeitscheiben (TDMA). Für Echtzeitanwendungen ist ferner Quality of Service wichtig, womit Prioritäten und Anteile an der Gesamtrechenzeit festgelegt werden. Der hardwarebasierte Scheduler kann laut MIPS die Prozesseffizienz dramatisch steigern.
Daneben spezifizierte MIPS die auf dem Embedded Forum bereits vorgestellte 24K-Familie etwas genauer -- den schnellsten derzeitigen synthetisierbaren Core mit bis zu 550 MHz Takt, ausgelegt für den 130-nm-Prozess. MIPS will Kerne für Integer, Gleitkomma und mit eigenen Codeerweiterungen anbieten (CorExtend). (as/c't)/ (tol)