Vom Aufschwung in der Computerbranche profitieren nicht alle

Während Apple mit neuer Technik der Sprung in die schwarzen Zahlen gelang, sieht IBM seine Hardwareumsätze dahinschmelzen.

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Von
  • Torge Löding

In die Märkte für Computer und Software kommt langsam wieder Schwung, doch nicht alle Anbieter profitieren davon gleichermaßen. Während der Softwarehersteller SAP am Donnerstag einen Gewinnsprung und steigende Marktanteile meldete, schreibt sein US-Konkurrent Siebel weiter rote Zahlen. Apple gelang mit neuer Technik der Sprung in die schwarzen Zahlen, doch IBM sah seine Hardwareumsätze dahinschmelzen und steigerte die Gewinne nur mit Hilfe des Servicegeschäfts.

Der PC-Absatz stieg weltweit im dritten Quartal 2003 dank des Erfolgs tragbarer Geräte um 15,7 Prozent auf 38,4 Millionen Stück. Dabei gab es in Europa mit plus 17,5 Prozent den stärksten Zuwachs. Dies teilte das US-Marktforschungsinstitut IDC mit. Dell behauptete seine Spitzenposition mit 6,67 Millionen Stück und 17,4 Prozent Weltmarktanteil vor Hewlett-Packard mit 6,54 Millionen Stück und 17,1 Prozent Marktanteil. IBM kam auf 2,27 Millionen PC und 5,9 Prozent Marktanteil. Fujitsu Siemens lag auf Rang 4 mit 1,53 Millionen PC und vier Prozent Marktanteil.

Nach Angaben des konkurrierenden Marktforschungsunternehmens Gartner wurden im dritten Quartal insgesamt 42,5 Millionen Rechner ausgeliefert, etwa 14,1 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. "Fallende Systempreise, bessere Performance und das Interesse an drahtloser Technologie rücken Notebooks in den Fokus der Käufer, vor allem in den der Privatverbraucher", sagte Analyst Charles Smulders in einer Mitteilung. Seit mehreren Quartalen steigt der Anteil der Notebooks an den ausgelieferten PCs an. Unangefochtene Nummer Eins auf dem weltweiten Computermarkt bleibt auch nach Meinung von Gartner der PC-Hersteller Dell mit einem Marktanteil von nun 15,3 Prozent, gefolgt von HP. (tol)