Pionier der Tintenstrahldrucktechnik erhält Wissenschaftspreis
Professor Joachim Heinzl bekommt den Aachener und MĂĽnchener Preis fĂĽr Technik und angewandte Naturwissenschaften.
Der MĂĽnchener Professor Joachim Heinzl wurde heute mit dem Aachener und MĂĽnchener Preis fĂĽr Technik und angewandte Naturwissenschaften ausgezeichnet. Mit diesem Preis, der mit 30.000 Euro dotiert ist, wird Heinzl fĂĽr seine Arbeiten und Erfindungen auf dem Gebiet der Mikrotechnologie geehrt, die zur weltweiten EinfĂĽhrung der Tintenstrahldrucker fĂĽhrten, heiĂźt es in einer Mitteilung der AMB Generali Holding AG.
Heinzl studierte Maschinenbau und Elektrotechnik und leitet den Lehrstuhl für Feingerätebau und Mikrotechnik am Institut für Mechatronik der Technischen Universität München. 1968 trat er als Entwicklungsingenieur in das Zentrallabor für Datentechnik der Siemens AG ein und war unter anderem zuständig für die Entwicklung von mechanischen Druckern, Nadeldruckern und nichtmechanischen Druckverfahren. Er gilt als Pionier der Drop-on-Demand-Drucktechnologie.
In den 70er Jahren entwickelte Heinzl den ersten kommerziell erhältlichen Tintendrucker, bei dem Druckflüssigkeit nur "auf Abruf" über eine Düse auf den zu bedruckenden Gegenstand aufgebracht wird. Der Preis wird seit 1975 jährlich verliehen. Seine Dotierung erfolgt aus den Zinsen des Stiftungskapitals der Dr. Carl-Arthur Pastor-Stiftung. Stifterin ist die AMB Generali Holding AG.
Vor einem Jahr erhielt Heinzl die Heinz-Maier-Leibnitz-Medaille der Technischen Universität München. Zur Begründung hieß es seinerzeit: "Prof. Joachim Heinzl wird für seine richtungsweisenden Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Mikrotechnik, insbesondere der Vervollkommnung der Luftlagertechnik, der Entwicklung von Verfahren zum Drop-on-Demand-Tintendruck und zum Rapid Prototyping sowie für seine außerordentlichen Verdienste um die Fortentwicklung der Universität geehrt." (anw)