Die Herbstwelle der Supermarkt-PCs rollt weiter

Nach den Plus-Märkten bringt nun auch Norma wieder einen PC in seine Filialen.

vorlesen Druckansicht 172 Kommentare lesen
Lesezeit: 3 Min.

Nach den Plus-Märkten bringt nun auch Norma wieder einen PC in seine Filialen, der diesmal 999 Euro kostet und einen AMD-Athlon-XP-Prozessor enthält. Laut Beschreibung auf der Norma-Webseite (PDF-Dokument, 147 KByte) kommt der L&S Electronic AMD XP 3200+ mit einem Athlon XP 3200+ auf einem MSI-Mainboard mit VIA-KT600-Chipsatz.

Die Grafikkarte arbeitet demnach mit einen Nvidia GeForce FX 5600 und 128 MByte DDR-RAM und hat einen VGA-, einen DVI- und einen TV-Ausgang. 512 MByte Speicher stecken auf dem Mainboard, allerdings PC2700-Speicher und nicht PC3200-RAM (aus DDR400-Chips), was besser zum FSB400 des Hauptprozessors passen würde. Die 160-GByte-Festplatte von Seagate soll mit 7200 Touren drehen, ein DVD-ROM-Laufwerk von Artec erreicht 16X/48X-Geschwindigkeiten (DVD-/CD-ROM). Auch ein DVD-Brenner ist eingebaut, der sowohl DVD-R als auch DVD+R mit 4X beschreibt und auch DVD-RW (2X), DVD+RW (2,4X), CD-R (16X) und CD-RW (10X) unterstützt.

Ein LAN-Adapter, 5.1-Onboard-Sound (mit SPDIF-Ein- und Ausgängen), ein FireWire-Adapter, ein Modem und ein 6-in-1-Speicherkarten-Leser komplettieren den mit Windows XP (Home-Edition, Service Pack 1a) in "OEM-Version" ausgelieferten Rechner. Außerdem gehören ein Floppy-Laufwerk, Tastatur und Maus (augenscheinlich ohne Rädchen) sowie die bei diesen Angeboten üblichen Softwarebeilagen zum Paket. Zur Geräuschentwicklung und dem elektrischen Leistungsbedarf des Gerätes macht die Norma-Werbung keine Angaben, verspricht aber drei Jahre Garantie.

Interessenten können den PC auf einer speziellen Norma-Webseite vorbestellen, um ihn dann am Montag übernächster Woche in einer Filiale abzuholen. Den Service übernimmt offenbar das norddeutsche Unternehmen L&S Electronic, das bereits im vergangenen Jahr für Norma-Angebote verantwortlich zeichnete. Norma hatte früher aber auch schon Rechner von 4MBO (wie Plus) oder Scaleo-Systeme von Fujitsu-Siemens (wie Penny) im Angebot.

Selbstverständlich gibt es ähnlich ausgestattete Rechner zu vergleichbaren Preisen auch bei anderen größeren und kleineren Anbietern. Doch die so genannten Schnäppchen-Rechner, allen voran das jeweils in großen Stückzahlen gebaute Aldi-Angebot, beeinflussen den deutschen PC-Privatkunden-Markt entscheidend und geben für viele Händler die Preispunkte vor. Aldi-Zulieferer Medion hat sich zum drittgrößten PC-Hersteller Deutschlands entwickelt, wo die privaten PC-Käufer im Unterschied zu vielen anderen Ländern eher dem Supermarkt vertrauen als Marken-Firmen oder dem kleinen Fachhändler.

Elektronik-Fachmärkte wie MediaMarkt oder Saturn (beide -- wie auch Real, Kaufhof und bald wieder Vobis -- Teile der Metro-Gruppe), aber auch Dell versuchen mittlerweile, die Schnäppchen-PC-Aufmerksamkeit für sich zu nutzen und konkurrieren offensiv vor allem mit den jeweiligen Aldi-Angeboten. Den Aldi-PC darf man traditionell gegen Mitte/Ende November erwarten, rechtzeitig zum Weihnachtsfest folgt dort (etwa um den Nikolaustag herum) meist noch ein Notebook. Am 22. Oktober soll es ein solches in manchen Lidl-Filialen geben. (ciw)