Erstmals mehr als die Hälfte der erwachsenen Ostdeutschen online
51 Prozent der erwachsenen Ostdeutschen hatten im dritten Quartal 2003 einen Internetanschluss.
Die Zahl der Internet-Nutzer im Alter ab 18 Jahren in Deutschland blieb im dritten Quartal gegenüber dem zweiten Quartal mit 55 Prozent gleich. Erstmals sind aber mit 51 Prozent mehr als die Hälfte der Ostdeutschen online. Dies berichtet die Forschungsgruppe Wahlen Online aus ihren aktuellen Internetstrukturdaten, für die zwischen dem 14. Juli und 11. September rund 3700 erwachsene Deutsche befragt wurden.
Weiterhin sind mehr Männer als Frauen im Internet unterwegs. Allerdings klafft die Schere zwischen den Geschlechtern nicht mehr so weit auseinander: Während 62 Prozent der Männer im dritten Quartal im Internet waren gegenüber 64 Prozent im zweiten Quartal, waren es zuletzt 49 Prozent der Frauen, die über einen Internetanschluss verfügen, zwei Prozentpunkte mehr als im Quartal zuvor.
Innerhalb der Altersgruppen hat sich im Vergleich zum vorangegangenen Quartal wenig getan. In allen Altergruppen bis 49 Jahre liegt der Anteil der Menschen mit Internetzugang bei mindestens 70 Prozent, auch die 50- bis 59-Jährigen sind überdurchschnittlich häufig online, während die Älteren mit 20 Prozent unterdurchschnittlich vertreten sind.
Überdurchschnittlich häufig sind mit 78 Prozent die Anhänger der Grünen und mit 74 Prozent der FDP im Internet unterwegs. Die Anhänger der SPD und CDU/CSU sind mit 52 und 56 Prozent etwa durchschnitlich vertreten, während unter den PDS-Befürwortern 47 Prozent einen Internetzugang haben. Am häufigsten wird das Internet weiterhin zum Preisvergleich genutzt. Darauf folgen Homebanking, Einkaufen, Abruf von Wirtschaft- und Börsennachrichten sowie der Abruf von politischen Nachrichten. (anw)