DVB-T startet im Norden und Westen
Nach der Haupstadtregion Berlin-Brandenburg starten Ende Mai 2004 auch die Großräume Hannover/Braunschweig, Bremen/Unterweser sowie Köln/Bonn in die digitale terrestrische Fernsehzukunft.
Nach der Haupstadtregion Berlin-Brandenburg starten Ende Mai 2004 auch die Großräume Hannover/Braunschweig, Bremen/Unterweser sowie Köln/Bonn in die digitale terrestrische Fernsehzukunft. Fünf Monate später folgen Hamburg, Lübeck, Kiel und das Ruhrgebiet. Dies sieht die heute in Hannover unterzeichnete Vereinbarung zur Einführung des so genannten "Überallfernsehens" (DVB-T) in Nordrhein-Westfalen und Norddeutschland vor, teilten der Norddeutsche Rundfunk (NDR) und der Westdeutsche Rundfunk (WDR) mit. Hessen will ebenfalls im Jahr 2004 mit der Verbreitung von DVB-T starten.
Zunächst 16 öffentlich-rechtliche und private Programme können die Zuschauer künftig digital über Antenne empfangen. Benötigt wird hierzu ein digitalempfangstaugliches TV-Gerät oder ein Zusatzempfangsgerät (Settop-Box). Je nach Sendestärke soll der Empfang auch mobil auf Notebooks oder im Auto möglich sein. In den ländlichen Bereichen, die nicht zu den Projektregionen gehören, bleibt der terrestrische Empfang von analogem Fernsehen im Unterschied zu den mit DVB-T versorgten Gebieten nach wie vor bestehen. Der WDR betonte, es werde in den DVB-T-Gebieten eine Übergangsfrist von 6 Monaten geben. Der NDR wollte sich zu eventuellen Übergangsfristen nicht äußern. Nach Informationen aus der Branche wollen die Privatsender wohl sofort auf das Digital-TV umstellen, wenn DVB-T verfügbar ist. (boi)