Tuningbranche leidet relativ wenig unter Wirtschaftskrise

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Von
  • Gernot Goppelt

Die Wirtschafts- und Automobilkrise trifft die deutsche Autotuningbranche nur leicht. "Die Umsätze in diesem Jahr sind um fünf bis acht Prozent gesunken", sagte der Präsident des Verbandes der Automobiltuner (VDAT), Bodo Buschmann, am Freitag in Essen. Die Branche erzielte im Vorjahr einen Umsatz von rund 4,4 Milliarden Euro. Dennoch ist Buschmann zuversichtlich, im kommenden Jahr wieder die Ergebnisse von 2008 zu erreichen. "Der Spaß an Autos ist krisenunabhängig", sagte der Verbandschef vor dem Start der Tuning- und Motorsportmesse "Essen Motor Show" (28.11.- 6.12.).

Der Export-Anteil der Branche liegt bei rund 40 Prozent. Diese Rate habe sich nicht sehr verändert in den letzten Jahren, sagte Buschmann. Dabei produzieren die deutschen Autotuner hauptsächlich für Amerika, die arabische Welt und Russland. "Auch Asien ist weiterhin stark." Kaum verändert hätten sich auch die Beschäftigtenzahlen. Aktuell seien 80.000 Mitarbeiter bei den Tuning- Herstellern beschäftigt. Durch die Krise habe sich die Zahl um ungefähr drei Prozent geändert.

Dass die deutschen Tuningschmieden relativ stabil in der Krise geblieben sind, liegt vor allem an der ungebremsten Leidenschaft für Autos. "Für ein gutes Tuning wollen die Kunden Geld ausgeben", sagte Buschmann. Seiner Ansicht gehe der Trend immer mehr zum Luxus- Tuning: "Ob Räder, die Innenausstattung oder hochwertige Technik- Teile." Allgemein suche die Industrie auch umweltfreundliche Alternativen. So werden auch in diesem Jahr wieder Modelle präsentiert, die auf Elektromobilität setzen.

Dennoch ist die Zahl der Aussteller auf der diesjährigen Messe mit zehn Prozent leicht zurückgegangen. Waren es im letzten Jahr noch über 500 Aussteller, sind es 2009 etwa 480. Sie präsentieren auf einer Gesamtfläche von 90 000 Quadratmetern vom 28. November bis 6. Dezember alles rund ums Auto: Von Old-Timern über Motorräder bis hin zu Sportwagen. Zusätzlich können die Besucher Rennen in einer Halle ansehen. Zur Messe werden 300.000 Besucher erwartet. (dpa) (ggo)