Hynix profitiert von gestiegenen DRAM-Preisen
Der sĂĽdkoreanische Speicherhersteller Hynix kann erstmals seit sechs Quartalen wieder einen Nettogewinn vorweisen.
Der südkoreanische Speicherhersteller Hynix kann erstmals seit sechs Quartalen wieder einen Nettogewinn vorweisen. Für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres meldet der Konzern einen Gewinn von 133,9 Milliarden Won (etwa 97 Millionen Euro). Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte Hynix noch einen Verlust von 617 Milliarden Won geschrieben, teilte der Konzern am Mittwoch in Seoul mit. Der Umsatz stieg von 653 Milliarden auf 990,67 Milliarden Won. Den Erfolg führte Hynix vor allem auf die im Schnitt um 20 Prozent gestiegenen DRAM-Preise zurück. Auch für das vierte Quartal ist der Konzern "zuversichtlich" und rechnet mit schwarzen Zahlen.
Der drittgrößte Speicherhersteller der Welt muss seit einigen Monaten in den USA und der EU Strafzölle auf seine Produkte hinnehmen. Die Europäische Kommission wie US-Wettbewerbshüter haben Hynix-Importe mit Strafzöllen von 34,8 beziehungsweise 57,37 Prozent belegt. Hynix hat nach Ansicht der EU-Kommission ebenso wie der US-amerikanischen Kartellwächter "enorme Beihilfen" über koreanische Banken erhalten, die im staatlichen Besitz sind oder durch den Staat kontrolliert werden. (wst)