Sendo macht ein X mit Symbian OS
Der einst mit Microsoft verbandelte britische Handy-Hersteller hat das Sendo X vorgestellt, ein Kamera-Smartphone mit Symbian OS und Nokias Series-60-Plattform.
Der britische Handy-Hersteller Sendo hat das Sendo X vorgestellt, ein Kamera-Smartphone mit Symbian OS und Nokias Series-60-Plattform. Nach der überraschenden Abkündigung des bereits fertigen Z100, einem Smartphone mit Microsofts Handy-Betriebssystem Smartphone 2002, hatte Sendo sich allerdings später mit dem Redmonder Softwarekonzern verkracht und liegt mit Microsoft mittlerweile in juristischem Streit. Außerdem wechselte Sendo das Lager und lizenzierte das auch von Nokia favorisierte und mit seiner Series60-Plattform unterstützte Symbian OS.
Das etwa 120 Gramm schwere Sendo X besitzt ein großes TFT-Display mit 176 × 220 Pixeln, das bis zu 65 536 Farben anzeigen kann. Die eingebaute VGA-Kamera ist dank des ebenfalls im Handy integrierten Blitzes auch im Dunklen einsatzfähig, sogar Vorblitze zur Reduktion von roten "Kaninchenaugen" sollen möglich sein. Mit der Kamera zeichnet das Sendo X auch Videos auf. Um deren Wiedergabe auf dem Display zu beschleunigen, hat Sendo einen eigenen Grafik-Koprozessor eingebaut.
Das Sendo X ist mit 64 MByte Flash-Speicher ausgestattet, von denen etwa 32 MByte für Anwendungen, Fotos, Videos und MP3s genutzt werden können. Zuätzlich gibt es einen Steckplatz für MMC und SD-Cards, die man im Betrieb wechseln kann. Auch in puncto Sound bietet das Triband-Smartphone einiges: Klingeltöne sollen mit bis zu 64 Stimmen erklingen, lassen sich aber auch selbst aufnehmen. Für die Wiedergabe sorgt ein doppeltes Druckkammer-Lautsprechersystem. Damit spielt das Sendo X etwa MP3-Musikstücke auch ohne Kopfhörer ab.
Bei der Softwareausstattung hat Sendo viel getan: Die Bereitschaftsanzeige ist frei konfigurierbar, Fotos und Filme lassen sich bearbeiten und als Multimedia-Nachricht (MMS) oder E-Mail-Attachment verschicken. Ein RealOne-Player spielt Videos in H.263-, MPEG4- und RealVideo-Formaten ab. Ein Viewer für gängige Dateiformate wie Word, Excel, PDF, Powerpoint und ZIP ist ebenfalls vorhanden. Für weitere Formate sollen Viewer auf CD mitgeliefert werden.
Die Schnittstellenausstattung des Sendo X kann sich sehen lassen: Außer einem USB-Kabel nimmt das Smartphone auch via IrDA oder Bluetooth-Funk Kontakt zu PCs, Notebooks und anderen mobilen Endgeräten auf. SyncML zum Abgleich von PIM-Daten wie Adressen, Termine und Notizen per Funk ist vorhanden. Für den eingebauten Java-Interpreter gibt es eine API, die auch Bluetooth und Messaging-Dienste wie MMS unterstützt. Als Mobilfunk-Datendienst steht GPRS (General Packet Radio Service) bereit. Über die Akkulaufzeit und den Preis des Sendo X gab der Hersteller bislang keine Auskunft, es soll aber noch vor Jahresende auf den Markt kommen. (rop)