Bitkom und IG Metall starten IT-Ausbildungsinitiative
Mit einer Offensive für mehr Ausbildungsplätze wollen Bitkom und die Gewerkschaft IG Metall nicht nur Bewusstsein schaffen, sondern konkrete Hilfe anbieten.
"Wir erleben gerade das Ende einer dreijährigen Eiszeit", beschwor Bernhard Rohleder, Geschäftsführer des Unternehmerverbandes Bitkom, auf der Systems noch einmal den nun einsetzenden Wirtschaftsaufschwung für die ITK-Branche. "Gerade vor dem Hintergrund der langen Krise und des erwarteten Aufschwungs müssen wir uns wieder verstärkt um die Erstausbildung in den IT-Berufen kümmern." Viele Unternehmen haben im Jahr 2002 das zuvor vorgelegte Tempo bei den Ausbildungsplätzen nicht gehalten; die Zahl der Ausbildungsverträge sei auf 16 000 zurückgegangen.
Mit einer Offensive für mehr Ausbildungsplätze wollen Bitkom und die Gewerkschaft IG Metall nicht nur Bewusstsein schaffen, sondern konkrete Hilfe anbieten. Dazu sollen Ausbildungsverbünde geschaffen, externes Ausbildungsmanagement angeboten und regionale Ausbildungskooperationen geschmiedet werden. Die gemeinsame Initiative KibNet startet noch im Oktober mit einer Serie von Informations-Workshops in verschiedenen Städten, um Möglichkeiten und Chancen von Ausbildungskooperationen aufzuzeigen.
Erwin Vitt, Vorstandsmitglied der IG Metall, zeigte sich indes besorgt über den geringen Anteil von jungen Frauen in der Bewerberschar für IT-Ausbildungsplätze -- gerade einmal 7,3 Prozent weibliche Bewerber gebe es. KibNet geht dieses Problem mit der Kampagne Frauen@IT an. Dabei begleiten Frauen, die in der IT-Branche bereits Karriere gemacht haben, interessierte Schulabgängerinnen ein Jahr lang individuell auf ihrem Weg zum IT-Ausbildungsplatz und in der Lehre selbst. Wichtig für den dauerhaften Erfolg der IT-Ausbildung insgesamt sei zudem ein gutes Zusammenspiel von Betrieben und Berufsschulen, wobei die Ausbildung von IT-Lehrern deutlich verbessert werden müsse. (tol)