VDE gegen Verbot von Studiengebühren
Die Entscheidung über die Erhebung von Studiengebühren sollte den Hochschulen selbst überlassen werden, fordert der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik.
Die Entscheidung über die Erhebung von Studiengebühren sollte den Hochschulen selbst überlassen werden, fordert der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) in seiner jüngsten Empfehlung zum Ingenieurstudium. Derzeit verbietet das Hochschulrahmengesetz Studiengebühren für das Erststudium sowie ein darauf aufbauendes Masterstudium. Mittels Studiengebühren könne man dazu beitragen, die Anzahl der Langzeit- und Scheinstudierenden sowie die der Studienabbrecher zu minimieren, argumentiert der VDE. Gleichzeitig könne man gezielt die Betreuung der Studenten und damit auch die Motivation verbessern. Für soziale Gerechtigkeit sollen Stipendien und Finanzierungsmodelle sorgen.
Der VDE verweist auf positive Erfahrungen in Ländern wie Australien ohne Verbot von Studiengebühren, in denen höhere Stipendienbudgets zu wachsenden Studentenzahlen geführt hätten. Dieses Ziel sei auch für Deutschland anzustreben, denn der Absolventenmangel in elektro- und informationstechnischen Studiengängen bedrohe nach und nach die Wettbewerbsfähigkeit. Die Studiengebühren dürften jedoch nicht als Anlass für Mittelkürzungen bei den unterfinanzierten Hochschulen genommen werden. (boi)