Adobe-Produkt startet mit zwei Jahren Verspätung

Nach zweieinhalb Jahren im Betastadium bringt Adobe jetzt endlich Atmosphere auf den Markt, einen Editor fĂĽr Online-3D-Welten.

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Von
  • Gerald Himmelein

Nach über zweieinhalb Jahren verlässt Atmosphere jetzt endlich das Beta-Stadium. Trotz der langen Entwicklungszeit steht die erste Version zunächst nur Windows-Anwendern zur Verfügung -- sowohl was die Software angeht als auch das Plug-in. Letzteres funktioniert derzeit nur im Internet Explorer ab Version 5. Obwohl ursprünglich angekündigt, ist eine Mac-Version zunächst nicht geplant. Die Entwicklungsumgebung kostet 400 US-Dollar. Das Browser-Plug-in "Atmosphere Player" bietet Adobe gratis zum Download an.

In Atmosphere lassen sich 3D-Elemente zu räumlichen Umgebungen zusammenklicken, in denen die Besucher über ein Browser-Plug-in navigieren können, um beispielsweise virtuelle Warenhäuser oder Museen zu besuchen oder Chat-Räume zu bevölkern. Zur Vereinfachung der Entwicklung enthält Atmosphere eine Physics Engine, die den Objekten durch simulierte Schwerkraft und Reibung ein "natürliches" Verhalten gibt. Atmosphere-Umgebungen lassen sich sowohl in Webseiten als auch in PDF-Dateien einbetten.

Im Frühjahr 2001 waren 3D-Welten und Avatare der letzte Schrei. Macromedia setzte auf rotierende Objekte (Shockwave 3D) für Web-Shops, Viewpoints 3D-Plugin fürs Web gehörte zur Standardinstallation großer Browser und Adobe versprach mit Atmosphere eine umfassende Entwicklungsumgebung für dreidimensionale Online-Communities. (ghi)