Privatsender und Kabelverband wollen Digitalisierung gemeinsam voranbringen

Der VPRT und der Deutsche Kabelverband sehen in einem zügigen Ausbau des digitalen Programmangebots eine zentrale Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit des Kabels.

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Der Verband Privater Rundfunk und Telekommunikation (VPRT) und der Deutsche Kabelverband wollen die digitale Programmverbreitung künftig gemeinsam koordinieren und vorantreiben. Dies ist das Ergebnis eines ersten Gipfeltreffens beider Verbände in Berlin. Sie sehen in einem zügigen Ausbau des digitalen Programmangebots eine zentrale Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit des Kabels. Dabei sollen Fragen der technischen Standards gemeinsam abgestimmt werden.

Arbeitsgruppen beider Verbände sollen Details eines Umstiegsszenarios von analog auf digital erarbeiten. Die öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten sollen in die Detailplanung einbezogen werden. Außerdem versprechen sich die beiden Verbände Impulse durch einen Dialog mit Netzebene-4-Betreibern, der Geräteindustrie und dem Handel "sowie in einer abgestimmten Kommunikation zu gemeinsamen Zielstellungen gegenüber Politik und Verbraucher", heißt es in einer Mitteilung.

Mitglieder des deutschen Kabelverbandes, der im Februar gegrĂĽndet wurde, sind Kabelnetzbetreiber wie ish, Kabel Baden-WĂĽrttemberg, Iesy Hessen und Kabel Deutschland. Sie kritisieren die "Subventionierung" anderer Verbreitungswege wie des digitalen Antennenfunks DVB-T und fordern "Gleichbehandlung". (anw)