Nokia klagt gegen Display-Hersteller wegen Preisabsprachen
Der finnische Handy-Riese wirft Displayherstellern wie Samsung, LG, Sharp und Hitachi illegale Absprachen vor, mit denen der Preis für LC-Display künstlich hochgehalten worden sei. Zuvor waren einige Hersteller schon vom US-Justizministerium belangt worden.
Handy-Weltmarktführer Nokia klagt in den USA gegen asiatische Displayhersteller. In der Klageschrift werfen die Finnen LCD-Herstellern wie Samsung, LG Display, Sharp, Hitachi und Chungwa sowie weiteren Anbietern Preisabsprachen vor: Die Unternehmen hätten mit einer "rechtswidrigen Verabredung" den Preis von LC-Displays über das Niveau gehoben, das sich im freien Wettbewerb durchgesetzt hätte, zitiert das Wall Street Journal aus der Klageschrift. Nokia fordert nun Schadensersatz.
Die Wettbewerbsaufsicht des US-Justizministeriums hatte seit Ende 2008 bereits gegen die LCD-Anbieter LG Display, Sharp, Chunghwa und Hitachi Millionenstrafen wegen illegaler Preisabsprachen verhängt. Auch die EU ermittelt gegen Vertreter der Branche. Im Mai dieses Jahres erhielten zahlreiche Unternehmen die Aufforderung, schriftlich zu den Vorwürfen Stellung zu nehmen. Sollte die EU-Kommission ihren Verdacht erhärten können, drohen den Firmen Bußgelder von bis zu 10 Prozent eines Jahresumsatzes. (vbr)