Macromedia reduziert Prognose

Die Aktien des Softwareherstellers Macromedia haben nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen um mehr als ein Drittel an Wert verloren.

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Von
  • Benjamin Benz

Die Aktien des Softwareherstellers Macromedia haben nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen um mehr als ein Drittel an Wert verloren. Der Gewinn des Unternehmens liegt mit 9,8 Millionen deutlich höher als im entsprechenden Quartal des Vorjahres (11,7 Millionen US-Dollar Verlust), kann aber die Erwartungen dennoch nicht erfüllen. Das Unternehmen rechnet nur noch mit einem Wachstum zwischen fünf und zehn statt prognostizierten zehn bis 20 Prozent für das nächste Jahr. Auch die Umsatzprognose für das kommende dritte Quartal musste um zehn Prozent auf zirka 90 Millionen US-Dollar reduziert werden.

Der Grund für das schwächer als erwartet ausfallende Wachstum liegt in dem nur schleppend anlaufenden Verkauf des neuen Softwarepakets Studio MX 2004, derNeuauflage des MX-Bundles von Webentwicklungswerkzeugen wie Flash und Dreamweaver. Macromedia hatte im letzten Jahr damit seine Produktfamilien konsolidiert und es kurzfristig geschafft, sehr viele Nutzer zu einem Update zu bringen und somit Gewinne zu erzielen. Anscheinend sehen viele Kunden jetzt aber keine Notwendigkeit mehr, ihre Anwendungen zu aktualisieren. Die Investmentbank Adams Harkness & Hills wirft Macromedia vor, der Verkauf habe so langsam begonnen, da die Firma keine kostenlose Demo vorab veröffentlicht hatte, wie bis dahin üblich. Sie stuft die Aktie von "strong buy" auf "buy" zurück. (bbe)