Nvidia erhöht Taktfrequenz bei neuen 3D-Chips
Für das Jahresendgeschäft schickt Nvidia zwei neue Chip-Varianten ins Rennen, die gegenüber den letzten Radeon-Versionen des Konkurrenten ATI Boden gutmachen sollen.
Nvidia tut es der Konkurrenz aus Kanada gleich und erhöht bei seinem neuen Flaggschiff GeForce FX 5950 Ultra (Chipcode NV 38) die Taktfrequenzen. Der Sprung auf 475 MHz für den Chip und Speicher fällt zwar wenig dramatisch aus (GeForce FX 5900 Ultra: 450/425 MHz), liegt aber noch leicht über den Steigerungen bei ATI. Mit dem zweiten Neuling "GeForce FX 5700 Ultra" (NV36) erweitert Nvidia die Palette seiner Mittelklasse-Chips. Die Taktfrequenzen von 475 MHz und 450 MHz für Chip und Speicher unterscheiden sich hier deutlicher vom nächstniedrigeren Mainstream-Baustein GeForce FX 5600 Ultra mit 400/400 MHz. Wie bei den älteren Mittelklasse-Chips besitzt der 5700er nur die halbe Ausstattung des Spitzenchips und muss mit zwei Pixelpipelines auskommen. Wichtig ist aber, dass er wie der GeForce FX 5900 und GeForce FX 5950 über zusätzliche Gleitkommaeinheiten verfügt, die bei DirectX-9-Spielen mit 2.0-Pixel-Shadern von Vorteil sind. Der 5700er sollte also bei HalfLife 2, Tron 2.0, Tomb Raider AoD und Halo deutlich besser abschneiden als die älteren Mittelklasse-Chips.
Nvidia bestückt das 5700er Referenzboard mit 256 MByte Speicher vom DDR-II-Typ, der bei dieser Taktfrequenz preiswerter sei als Standardspeicher. Der 5700er ist zudem der erste Baustein, den Nvidia in der IBM-Fabrik in Fishkill fertigen läßt. Grafikkarten mit den neuen Chips sollen ab November von Nvidia-Partnern wie AOpen, Gainward (FX 5950 mit 500/500 MHz für 899 Euro), Leadtek und MSI verfügbar werden. Auch Gigabyte will wieder Karten mit Nvidia-Chips ins Programm nehmen. Die Preise liegen bei 580 Euro für eine FX-5950-Ultra-Karte und bei 290 Euro für eine FX-5700-Ultra. 5700er Ausführungen mit 400/250 MHz Chip-/Speichertakt sind bei Gainward für 199 Euro erhältlich.
Ebenfalls neu ist die erste öffentliche Treiber-Release des lange angekündigten "50er-Detonators" mit der Versionsnummer 52.16. Der Treiber soll erstmalig über Optimierungsverfahren verfügen, die Pixel-Shader-Programme an die FX-Architektur anpassen und damit die erwähnten zusätzlichen Recheneinheiten effektiv ausnutzen. Neu sind außerdem selbst definierbare Pixelauflösungen. Antialiasing und anisotrope Filterung lassen sich zudem für DirectX und OpenGL getrennt einstellen und in Profilen speichern (Forceware). Mittels Gridlines kann man den Desktop in Bereiche teilen und Fenster automatisch so auf diese Bereiche maximieren, dass sie den Desktop nahtlos und vollständig ausfüllen (nView 3.0). (Manfred Bertuch) / (jk)