600 Menschen demonstrieren gegen Werksschließung in Wasserburg
Der Hersteller von Wafern für die Chip-Herstellung will Teile der Produktion ins Ausland verlagern.
Mehrere Hundert Menschen haben am Samstag am Gelände der Wacker Siltronic AG in Wasserburg gegen eine drohende Werksschließung protestiert. Rund 600 Mitarbeiter und ihre Familien hätten sich an der Demonstration und der anschließenden Kundgebung beteiligt, sagte der Bezirkssekretär der Gewerkschaft IG BCE München, Karsten Rehbein.
Die Unternehmensleitung des nach eigenen Angaben weltweit führenden Herstellers von Reinstsilizium hatte am 8. Oktober angekündigt, dass Teile der Produktion möglicherweise nach Asien verlagert werden sollen, was den Wegfall von rund 800 Arbeitsplätzen an den Standorten Burghausen und Wasserburg zur Folge hätte. Der Markt für 200-Millimeter-Wafer sei "von weltweiten Überkapazitäten und einem extremen Preiskampf" geprägt, erklärte damals der Konzern.
Am 17. November wolle der Aufsichtsrat der Wacker Siltronic über die Zukunft des Werks entscheiden, sagte Rehbein. Für die Zukunft will sich Wacker verstärkt auf die 300-Millimeter-Wafer ausrichten. Für dieses Marktsegment baut der Konzern derzeit eine Fabrik am sächsischen Standort Freiberg auf. (dpa) / (jo)