Swisscom fühlt sich bei debitel-Verkauf nicht unter Zeitdruck

Swisscom-Chef Jens Alder äußert sich in einem Zeitungsinterview zu dem Gerücht, man wolle Debitel verkaufen.

vorlesen Druckansicht 24 Kommentare lesen
Lesezeit: 1 Min.
Von
  • dpa

Das führende Schweizer Telekommunikationsunternehmen Swisscom steht nach eigenen Angaben beim Verkauf der deutschen Tochter Debitel nicht unter Zeitdruck. Wenn ein potenzieller Käufer Interesse habe, schaue sich die Swisscom das an, sagte Swisscom-Chef Jens Alder der Schweizer SonntagsZeitung. Swisscom stehe aber nicht unter Verkaufsdruck, weil Debitel erfolgreich sei.

Zu den Verkaufsgerüchten sagte Alder, diese hätten schon früher kursiert. "Es hat nun einfach wieder einmal jemand festgestellt, dass wir Debitel als Finanz- und nicht als strategische Beteiligung halten", sagte Alder.

Der Swisscom-Chef räumte ein, dass der Kaufpreis eindeutig zu hoch gewesen sei. Der Kauf sei als strategisch erachtet worden und man habe sich vor allem in Zusammenhang mit den UMTS-Lizenzen Synergieeffekte versprochen.

Die Swisscom hat seit dem Kauf von Debitel 1999 drei Milliarden Franken (2,1 Milliarden Euro) abgeschrieben. Debitel steht derzeit nur noch mit 1,2 Milliarden Franken in der Swisscom-Bilanz.

Die Swisscom prüft nach den Worten Alders derzeit ernsthaft Beteiligungen im Ausland. Sinnvoll sei eine Übernahme dann, wenn sie den Aktionären etwas bringe. Beispielsweise würde Telekom Austria die strengen Kriterien der Swisscom grundsätzlich erfüllen. "Aber ich stelle fest, dass Telekom Austria gar nicht zum Verkauf steht", sagte Alder. (dpa) / (axv)