Sony bestätigt Streichung von 20.000 Arbeitsplätzen
Der japanische Elektronikriese will ein groß angelegtes Umbauprogramm für den Konzern auf den Weg bringen.
Der japanische Elektronikriese Sony hat Berichte bestätigt, denen zufolge der Konzern in den kommenden drei Jahren 20.000 Stellen oder knapp 13 Prozent seiner Gesamtbelegschaft abbauen will. Rund 7000 Stellen davon sollen in Japan wegfallen, teilte der Hersteller von Konsumentenelektronik am Dienstag nach Börsenschluss in Tokio mit. Vor Bekanntgabe der erwarteten Maßnahmen legte die Aktie um 1,1 Prozent auf 3860 Yen (30,32 Euro) zu.
Sony will im Zuge eines neuen Reformprogramms bis Ende März 2007 die konsolidierten Fixkosten um 330 Milliarden Yen (2,6 Milliarden Euro) senken, sagte Sony-Chef Nobuyuki Idei. Vergangene Woche hatte das Unternehmen nach einem Gewinnrückgang im ersten Halbjahr des noch bis Ende März 2004 laufenden Geschäftsjahres die Prognose für den operativen Gewinn gesenkt. Als Grund nannte Sony auch die verschärfte Konkurrenz bei Video-Spielen und Fernsehern.
Im Gegensatz dazu konnte Sonys heimischer Konkurrent Matsushita Electric, in Deutschland unter der Marke Panasonic bekannt, einen deutlichen Gewinnzuwachs für das erste Halbjahr ausweisen und seine Jahresprognose bestätigen. Der nach Angaben der Wirtschaftsagentur Bloomberg weltweit größte Hersteller von Unterhaltungselektronik erwirtschaftete einen Nettoertrag von 23,1 Milliarden Yen, ein Zuwachs von 29,7 Prozent.
Um den Ertragsrückgang bei Sony zu stoppen, will sich Sony-Chef Idei auf neue Produkte und strategische Bereiche konzentrieren. Das Elektronik-Kerngeschäft soll dabei durch Konvergenzen in den Sektoren Heim- und mobile Elektronik neu ausgerichtet werden. Die heimische Produktion herkömmlicher Fernsehgeräte mit Kathodenstrahl-Bildröhren werde zum Ende März 2004 eingestellt, hieß es weiter. Nachdem Sony es zunächst versäumt hatte, das Angebot auf Flachbildschirme umzustellen, soll dies nun durch die Kooperation mit Samsung ausgeglichen werden. (dpa) / (tol)