Der Anfang: Hohes Pfeifen, tiefes Brummen

Der Physiker John Cramer hat laut New Scientist die gewaltigen Schallwellen reproduziert, die beim "Urknall" durch das Universum gelaufen ist.

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Von
  • Wolfgang Stieler

Der Physiker John Cramer von der Universität Washington hat laut New Scientist die gewaltigen Schallwellen reproduziert, die beim "Urknall" durch das Universum gelaufen sind. Cramer, der dazu die Daten des NASA-Satelliten WMAP (Wilkinson Microwave Anisotropy Probe) nutzte, produzierte eine Audio-Datei, die jedem PC-Nutzer einen akustischen Eindruck vom Urknall verschafft. Allerdings musste Cramer die Frequenzen um das 100.000 Milliardenfache erhöhen, um das langsam dunkler werdende Summen für menschliche Ohren hörbar zu machen.

Mit seiner Tonproduktion kann sich der Physiker einreihen in eine kleine Sammlung exotischer Geräusche, die Wissenschaftler in jüngster Zeit aufgenommen haben: So berichtet der Informationsdienst Physics News Updates, Wissenschaftler an der Cornell University hätten jetzt erstmals die dort 1997 konstruierte zehn Mikrometer lange Nano-Gitarre mit Hilfe von Lasern zum Klingen gebracht. Lidija Sekaric wird die technischen Einzelheiten dieses Experimentes auf der Jahrestagung der American Vacuum Society vorstellen.

Den bislang tiefsten Ton des Universums wollen dagegen die Wissenschaftler am Röntgenobservatorium Chandra nachgewiesen haben. Sie konnten nach eigenen Angaben Schallwellen in intergalaktischen Gaswolken nachweisen, die durch ein schwarzes Loch ausgelöst worden sein sollen. (wst)