paragon plant Fabrik in Suhl
Der Elektronikhersteller und Autozulieferer paragon will nach dem Kauf einer Bosch-Sparte eine neue Fabrik fĂĽr Sensorelemente in Suhl aufbauen.
Der Elektronikhersteller und Autozulieferer paragon will nach dem Kauf einer Bosch-Sparte eine neue Fabrik für Sensorelemente in Suhl aufbauen. Wie der Vorstand der paragon AG mit Sitz in Delbrück bei Paderborn am Dienstag mitteilte, hat das Unternehmen mit Wirkung zum Jahresbeginn 2004 die Sparte chemische Luftgütesensoren des Bosch-Geschäftsbereiches Automotive Electronics übernommen. Damit solle die Weltmarktposition bei Sensorentechnik weiter gestärkt werden.
Neben Industrie-Elektronik stellt paragon Elektronik für Autos her, unter anderem für Klima- und Kommunikationstechnik sowie für Lenkradmodule. Das Unternehmen beschäftigte in der ersten Jahreshälfte 2003 rund 220 Mitarbeiter. Hintergrund der Übernahme ist nach Angaben von paragon, dass sich die Robert Bosch GmbH auf ihre Kerngeschäfte konzentrieren wolle. paragon sichere sich so die bei Bosch gewonnenen Forschungsergebnisse zur Geruchserkennung. Das Unternehmen könne bald als weltweit erster Hersteller eine neue Generation von Luftgütesensoren anbieten, die Gülle-, Teer- oder Müllgeruch erkennen können.
paragon ist nach eigenen Angaben Weltmarktführer für Luftgütesensoren. Durch die Akquisition werde sich der Marktanteil im Laufe des Jahres 2004 auf deutlich mehr als 70 Prozent erhöhen. Darüber hinaus gewinne das westfälische Unternehmen auch die Ausstattung fast aller aktuellen DaimlerChrysler-Modelle hinzu, hieß es. Beide Parteien vereinbarten über den Kaufpreis Stillschweigen.
Der Bosch-Konzern unterhält in Thüringen eine Produktionsstätte in Eisenach mit mehr als 1000 Beschäftigten. Gefertigt werden Zulieferteile für die Automobilindustrie. (dpa) / (boi)