Neue Elsa im Visier der Staatsanwaltschaft

Seit einigen Tagen interessieren sich neben Gläubigern nun auch Staatsanwälte für die insolvente Neue Elsa GmbH.

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Von
  • Boi Feddern

Seit einigen Tagen interessieren sich neben den Gläubigern nun auch die Staatsanwälte für die insolvente Neue Elsa GmbH. Der Aachener Staatsanwaltschaft liegen mehrere Strafanzeigen ehemaliger Mitarbeiter vor. Ermittelt wird nun unter anderem auch wegen Verdachts auf Insolvenzvergehen, berichtet die Aachener Zeitung. Wegen des gleichen Vorwurfes wird bereits seit geraumer Zeit gegen den alten Vorstand der elsa AG, dem auch der jetzige Geschäftsführer Theo-Josef Baisch angehört, ermittelt.

Gestern wurde vom zuständigen Amtsgericht auch der Insolvenzverwalter im Verfahren gegen die Neue Elsa bestellt. Den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens hatte vor zwei Wochen erneut die Hamburger Techniker Krankenkasse gestellt. Der Insolvenzverwalter wird allerdings nur als so genannter "schwacher Insolvenzverwalter" fungieren. Die Geschäfte führt nach wie vor Geschäftsführer Beisch weiter.

Ende September hatte die TK bereits einmal Insolvenzantrag gestellt, da die Neue Elsa die ausstehenden Beiträge nicht gezahlt hatte. Nach Verhandlungen mit der Firma und der Zusage, innerhalb der nächsten zwei Wochen zu zahlen, hatte die Kasse ihn wieder zurückgezogen. Die Neue Elsa hatte damals betont, es lägen Zusagen eines neuen Investors vor, die die Finanznot aus der Welt schaffen würden. Verhandlungen mit potenziellen Interessenten hatten sich in den letzten Wochen immer wieder hinausgezögert. Seit Anfang Oktober liegt die Firma auch im Clinch mit dem Insolvenzverwalter der ursprünglichen Elsa AG: Die neue Firma darf nach Ansicht des Insolvenzverwalters den Markennamen "Elsa" nicht mehr führen, da sie fälligen Zahlungsverpflichtungen nicht nachgekommen sei. Dies sieht die Neue Elsa allerdings anders. (boi)