Zeitung: Bürgschaft für Chipfabrik wahrscheinlich

Eine Bürgschaft von Bund und Land für die Frankfurter Chipfabrik ist nach Informationen der Märkischen Oderzeitung zufolge wahrscheinlich geworden.

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  • dpa

Eine Bürgschaft von Bund und Land für die Frankfurter Chipfabrik ist nach Informationen der Märkischen Oderzeitung zufolge wahrscheinlich geworden. Dies sei das wichtigste Ergebnis der Gespräche zum überarbeiteten Unternehmenskonzept im Bundeswirtschaftsministerium am Freitag in Berlin, berichtet die Zeitung in der Samstagausgabe.

Die Ministeriumssprecherin bezeichnete die siebenstündigen Gespräche als konstruktiv. "Alle Parteien bekundeten den Willen, den für die Gewährung der Bundes-/Landesbürgschaft gestellten Bedingungen zum Erfolg zu verhelfen", sagte sie der Zeitung. Die hierzu erforderlichen Gespräche würden intensiviert. Eine Entscheidung durch den Bürgschaftsausschuss werde für Ende nächster bis Anfang übernächster Woche angestrebt.

Dem Bundeswirtschaftsministerium zufolge wird das überarbeitete Unternehmenskonzept nunmehr sowohl von der holländischen Bank ABN Amro als auch vom Marktgutachter Gartner mitgetragen, der sich erst kürzlich zu dem ursprünglichen Businessplan kritisch geäußert hatte.

Der Vorstand der Communicant AG hatte am Freitag im Bundeswirtschaftsministerium die Möglichkeiten für eine öffentliche Förderung der geplanten Chipfabrik in Frankfurt (Oder) erörtert. Ursprünglich war eine 80-prozentige Bürgschaft für einen Kredit in Höhe von 650 Millionen Euro im Gespräch. Der Betrag könnte sich auf Grund eines abgespeckten neuen Unternehmenskonzept verringern.

Das Emirat Dubai als Hauptfinanzier der ursprünglich für 1,3 Milliarden Dollar geplanten Fabrik macht von der Entscheidung für eine Bürgschaft die zweite Rate von 105 Millionen Dollar abhängig. Stichtag für die Überweisung war der vergangene Mittwoch. Ein Communicant-Sprecher bekräftigte nochmals, das Unternehmen habe keine Liquiditätsprobleme. (dpa) / (mw)