E-Plus mit mehr Umsatz, mehr Kunden und geringerem Gewinn
Die KPN-Tochter sieht ihre Position als drittgrößter deutscher Mobilfunkbetreiber gestärkt.
E-Plus, drittgrößter deutscher Mobilfunkbetreiber und Tochter des niederländischen Konzerns KPN, macht es der Muttergesellschaft nicht so recht nach: Diese konnte einen Gewinnschub verzeichnen. Zwar steigerte E-Plus den Umsatz im dritten Quartal um 6,4 Prozent auf 630 Millionen Euro, der Gewinn (EBITDA, Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) fiel aber von 168 Millionen Euro im gleichen Quartal des Vorjahrs auf 158 Millionen Euro im abgelaufenen Quartal.
Trotzdem aber will bei E-Plus keiner TrĂĽbsal blasen: "Wir sind sehr zufrieden mit der Entwicklung von E-Plus. Die Ergebnisse spiegeln die Fortschritte wider, die E-Plus als starke Nummer 3 auf dem deutschen Markt macht", meinte Maarten Henderson, Vorsitzender des Aufsichtsrates von E-Plus. Zum 30. September verzeichnete man 7,964 Millionen Kunden, eine Steigerung von 13,2 Prozent gegenĂĽber den 7,034 Millionen Nutzern zum 30. September 2002.
Mitte Oktober vermeldete E-Plus bereits stolz über 8 Millionen Kunden, bis zum Ende des Jahres sollen es nun 9 Millionen werden. Damit sieht der Mobilfunkbetreiber seine dritte Position auf dem deutschen Markt weiter gestärkt, gegen die zunehmende Konkurrenz von O2. Bei dem angepeilten Kundenwachstum soll gleichzeitig eine EBITDA-Marge von 22 bis 25 Prozent erreicht werden, im dritten Quartal lag sie bei 25 Prozent.
Auch die Kundezahl beim Handy-Internetdienst i-mode stieg in Deutschland ähnlich wie bei KPN insgesamt. Ende September 2002 zählte E-Plus 99.000 i-mode-Kunden, zum Ende des dritten Quartals 2003 dagegen 273.000.
Der durchschnittliche monatliche Umsatz pro Mobilfunkkunden (ARPU) liegt bei E-Plus wie im Vorjahresquartal bei 25 Euro. Dies ist um einiges besser als die zuletzt bekannt gewordenen Zahlen von T-Mobile, die einen ARPU von 23 Euro schaffen; Vodafone (26 Euro) und O2 (29 Euro) können aber höhere durchschnittliche Umsätze pro Kunde erzielen. Der Anteil der Kunden mit langfristiger Vertragsbindung (Postpaid) macht bei E-Plus 47 Prozent aus; bei diesen Kunden erreicht E-Plus auch einen monatlichen Durchschnittsumsatz von 43 Euro. Der ARPU bei Prepaid-Kunden erreicht dagegen nur 9 Euro. (jk)