Comroad-Anleger gehen weiter leer aus
Die beim ehemaligen Chef des Telematik-Anbieters, Bodo Schnabel, beschlagnahmten 20 Millionen Euro bleiben beim Freistaat Bayern.
Im Comroad-Betrugsskandal gehen die Anleger und das Unternehmen selbst vorerst weiterhin weitgehend leer aus. Die beim ehemaligen Comroad-Chef Bodo Schnabel beschlagnahmten 20 Millionen Euro blieben beim Freistaat Bayern, teilte das Oberlandesgericht München am Montag mit. Das Geld stehe nicht den Anlegern und der Comroad AG als Entschädigung zur Verfügung.
Die Anleger hatten mit ihren Beschwerden nach Angaben des Gerichts keinen Erfolg, weil sie nicht rechtzeitig das Vermögen Schnabels gepfändet hätten. "Nur dann hätten sie in einem Nachverfahren gewinnen können." Im November vergangenen Jahres hatte das Landgericht München den Unternehmensgründer Schnabel wegen Bilanzfälschung zu sieben Jahren Haft verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Schnabel die Umsätze des Telematik-Anbieters in den Jahren 1999 bis 2001 fast vollständig erfunden hatte. (dpa) / (jk)