Debitel verkauft in Frankreich keine Handys mehr
Im Zuge einer Neustrukturierung beschränkt sich die Frankreich-Dependance von debitel auf seine Aufgabe als Gesprächsminuten-Reseller.
Die deutsche Swisscom-Tochter debitel gibt den Verkauf von Handys und anderen Geräten in Frankreich auf. Das ist eine Konsequenz aus der Neustrukturierung der französischen debitel-Dependance. debitel France werde sich zukünftig wieder auf ihr ureigenes Kerngeschäft als Service Provider konzentrieren und dabei Produkte und Dienste schwerpunktmäßig über die eigenen Shops vertreiben, heißt es in einer Mitteilung.
Die im Mai 2001 gemeinsam mit der Dangaard Telecom Holding A/S gegründete Tochtergesellschaft debitel Dangaard France umfasste einerseits den Hardware-Vertrieb, andererseits Logistik-, Reparatur- und Serviceleistungen für die Vertriebspartner und Netzbetreiber. Letztere werden als Teil des Service Provider-Geschäfts zukünftig von debitel France direkt wahrgenommen. Das Hardwaregeschäft soll in Zukunft von der Dangaard Telecom France betrieben werden, so in einer gemeinsamen Stellungnahme der Firmen.
Parallel dazu lief der im Jahr 2000 mit dem französischen Netzbetreiber Orange S.A. geschlossene Kundenbetreuungsvertrag aus. debitel France hatte bisher rund 300.000 Kunden für Orange verwaltet. In Frankreich vertreibt debitel eigene Handy-Verträge für das Netz des Anbieters SFR und fungiert dort als Wiederverkäufer für Orange und Bouygues. Ausserdem unterhält der Betreiber unter dem Namen Videlec 100 eigene Vertriebsstellen. (tol)