Telekom und Post wollen bei der Krankenkasse sparen

Auf drastisch steigende Beiträge müssen sich möglicherweise die fast 700.000 Versicherten der Postbeamtenkrankenkasse (PBeaKK) einstellen.

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  • JĂĽrgen Kuri

Auf möglicherweise drastisch steigende Beiträge müssen sich die fast 700.000 Versicherten der Postbeamtenkrankenkasse (PBeaKK) einstellen, heißt es in einem Bericht der neuen Ausgabe des Spiegel. Post und Telekom wollen angeblich eine Reform der Bundesanstalt für Post und Telekommunikation nutzen, um ihre Personalkosten zu senken.

Die Bundeasanstalt verwaltet unter anderem den Aktienbesitz des Bundes an Post und Telekom. Bei ihr sind aber auch Sozialeinrichtungen wie die Post-Krankenkasse angesiedelt. Die Verwaltungskosten für die Betriebskasse in Höhe von rund 124 Millionen Euro jährlich werden derzeit von Post und Telekom geleistet. Bis zu "110 Millionen Euro jährlich" wollen die Unternehmen nach Berechnungen der Unternehmensberatung Roland Berger auf die Versicherten abwälzen. "Damit", heißt es laut Spiegel in einem internen Papier des Bundesfinanzministeriums , würden die Mitgliedsbeiträge bis zum Jahr 2009 um "insgesamt 17,6 Prozent höher steigen als nach gegenwärtiger Rechtslage".

Ob der Plan allerdings umgesetzt wird, ist noch nicht geklärt: Im Finanzministerium halte sich die Begeisterung in Grenzen. "Politisch" lasse sich das aus "Beteiligungssicht wünschenswerte" Vorhaben wohl "nur schwer vertreten", heißt es laut Spiegel im Ministerium. (jk)