DocMorris wächst weiter
Eine Optimierung der Arbeitsabläufe hat der Online-Apotheke den Sprung in die schwarzen Zahlen ermöglicht. Wie weit, bleibt allerdings im Dunklen.
Die Online-Apotheke DocMorris mit Hauptsitz in den Niederlanden hat im Oktober 2003 nach eigenen Angaben den Break-Even erreicht. Der Umsatz kletterte demnach im Oktober zum ersten Mal mit 5,6 Millionen Euro über die Fünf-Millionen-Euro-Marke. "Ein wichtiger Grund für die Verbesserung der Ergebnissituation ist die Optimierung der Arbeitsabläufe", heißt es in einer Mitteilung. "Dadurch konnten die Prozesskosten im abgelaufenen Quartal um 26 Prozent gesenkt werden." Wie hoch der Gewinn im Oktober -- beziehungsweise der Verlust im Gesamtquartal -- ausgefallen ist, bleibt allerdings unklar. Denn: "Das Unternehmen sagt nichts zu Gewinn und Verlust", antwortete eine Sprecherin auf die Anfrage von heise online.
Im Quartal Juli bis September 2003 erwirtschaftete DocMorris einen Umsatz von 13 Millionen Euro, 97 Prozent mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Um auf dieses Ergebnis aufzusatteln hat sich DocMorris einiges vorgenommen: Bis zum 1. Januar will der Pillenversender die Durchlaufzeit eines Rezeptes auf höchstens 48 Stunden reduzieren.
DocMorris ist weiterhin optimistisch, die bisherige Prognose von 45 Millionen Umsatz im Jahr 2003 übertreffen zu können. Für das Gesamtjahr erwartet das Management nun einen Umsatz von knapp 50 Millionen Euro. Im kommenden Jahr soll es dann noch einmal deutlich mehr werden. Unterdessen geht der Rechtsstreit zwischen den traditionellen Apotheken und dem Online-Anbieter weiter; einzelne Krankenkassen haben aber erneut Verträge mit der Online-Apotheke geschlossen. (tol)