Comdex: Palmsource feilt noch an OS 6 und gewinnt neuen Lizenznehmer

In wenigen Wochen soll die neue Betriebssystemversion Palm OS 6 an Gerätebauer geliefert werden, aber Palmsource hält sich mit Details noch zurück.

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Von
  • Erich Bonnert

In wenigen Wochen soll die neue Betriebssystemversion Palm OS 6 an Gerätebauer geliefert werden. Trotzdem hält sich die kürzlich vom Handheld-Hersteller Palm-One abgetrennte Softwarefirma mit Details noch zurück.

David Nagel, CEO von Palmsource, stellte in Las Vegas die Firma PerComm als neuen Lizenznehmer des Palm OS vor. Der Pager-Hersteller aus Massachusetts tritt derzeit mit Zwei-Wege-Funkrufgeräten im US-Markt auf, will aber künftig mit Hilfe des PalmOS auch intelligente Telefone für GSM und CDMA-Netze bauen.

Als einen der wichtigsten Entwicklungspartner bei Smartphones bezeichnete Nagel den US-führenden Mobilfunkanbieter Sprint. Der Netzbetreiber wird einen Online-Katalog von Palm-Anwendungen zum Mobil-Download anbieten und Palmsource bei der Vermarktung unterstützen. Sprint bietet bei Abschluss eines Mobilfunkvertrags die Palm-Telefone Handspring Treo und Samsung SPH 500 mit beträchtlichem Rabatt an. Ähnliche Kooperationen strebt Palmsource auch in Europa an. Allerdings sei dort der Einfluss des Konkurrenten Nokia auf die Netzbetreiber deutlich zu spüren, sagte Nagel gegenüber heise online.

Einzelheiten zu Palm OS 6 will Nagel in seiner Keynote-Präsentation am Mittwoch nicht preisgeben. Dies bleibe der Entwicklerkonferenz vorbehalten, sagte er. Immerhin ist bekannt, dass die neue Version Mobilfunkstandards wie Bluetooth und WiFi unterstützen wird. Vom aufgekauften Betriebssystem BeOS übernimmt Palm außerdem das so genannte Framework-Konzept, erläuterte Nagel: eine Struktur von Programmschnittstellen ähnlich dem Plug-in-Konzept der Browser, mit dem Erweiterungsfunktionen angekoppelt werden können -- spezielle Video-Codecs einzelner Gerätehersteller oder etwa Verschlüsselungsmodule für Spezialanwendungen in der Medizin oder für E-Books. (Erich Bonnert) / (wst)