Die zehn wichtigsten Linux-Entwicklungen

DeveloperWorks, die IBM-Site für Softwareentwickler und IT-Profis, hat die zehn wichtigsten Entwicklungen in der Linux-Welt zusammengetragen. Die Liste präsentiert einen etwas anderen Blick auf Linux.

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So führt das Linux Professional Institute die Liste von DeveloperWorks an: Die Nachfrage nach Linux-Zertifizierungen, wie sie das LPI entwickelt, sei eines von vielen Anzeichen, dass Linux im Unternehmen angekommen ist. Samba hat sich seinen Platz als Beleg für die Interoperabilität von Linux verdient – und weil es geholfen hat, das freie Betriebssystem aus der Ecke der Netzwerkinfrastruktur herauszuholen.

Dass IBM Linux auf S/390 (jetzt System z) zu den wichtigen Entwicklungen zählt, ist nicht überraschend – die Begründung: Erstmals wurde es damit möglich, mehrere Linux-Instanzen auf einer Hardware laufen zu lassen. SELinux wird gewürdigt, weil es ganz neue Sicherheitsmechanismen gebracht habe – und weil es die DeveloperWorks-Macher "irgendwie cool" finden, dass die amerikanische National Security Agency (NSA) selbst entwickelte Technik freigegeben hat.

Auch Live-CDs wie Knoppix findet man eine wichtige technische Entwicklung: für Demos, zum Überprüfen der Linux-Tauglichkeit eines Computers und vieles mehr. Linux-Cluster – Start der Entwicklung waren Beowulf-Cluster – hätten einen billigen Weg zu ausfallsicheren Systemen und hoher Rechenleistung eröffnet.

Eng damit verbunden sind Linux-Supercomputer wie IBMs Blue Gene: Nicht nur, dass es etwas hermacht, wenn die schnellsten Rechner der Welt unter Linux laufen; zudem seien aus solchen Projekten wichtige Entwicklungen zur Optimierung auch kleinerer Multiprozessorsysteme zurückgeflossen. Am anderen Ende der Hardwareskala steht Linux auf der Playstation 3. Nicht, dass das die Linux-Welt großartig verändert hätte, schreiben die DeveloperWorks-Macher; aber großartig für Hacker, die Dinge ausprobieren wollen, einfach weil es geht.

Natürlich darf die Virtualisierung nicht fehlen, die Linux den Weg in die Cloud öffnet und es Entwicklern erlaubt, einfach Testumgebungen aufzusetzen. Den Abschluss macht das One Laptop per Child-Projekt – weniger wegen der dahinterstehenden Vision, armen Kindern einen Zugang zu Computern und Bildung zu eröffnen, sondern durch die eigene Oberfläche, die ganz auf den Zweck des Geräts ausgerichtet ist und das Linux dahinter komplett verbirgt. (odi)

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