Bundesregierung will Anwendung von Nanotechnologie stärker fördern

Auf dem Symposium Nanofair hat Bundesforschungsministerin Bulmahn mehr Unterstützung für den wissenschaftlichen Nachwuchs angekündigt.

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  • dpa

Die Bundesregierung will mit einem neuen Förderprogramm die Anwendung der Nanotechnologie in Deutschland unterstützen. Mit dem Konzept "Nanotechnologie erobert Märkte" sollen die wirtschaftliche Umsetzung ermöglicht und neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Das hat Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn heute auf dem Symposium Nanofair in Dresden angekündigt. Auch der wissenschaftliche Nachwuchs werde flankierend unterstützt. Für die Nanotechnologie stehen nach Angaben des Forschungsministeriums im kommenden Jahr Fördermittel von insgesamt rund 250 Millionen Euro zur Verfügung.

Das genaue Konzept der "nationalen Zukunftsoffensive" in der Nanotechnologie will Bulmahn Anfang nächsten Jahres vorstellen. Zunächst seien vier Schwerpunkte im Bereich Automobilbau, optische Technologien, Medizin- und Arzneimitteltechnik sowie der Elektronik vorgesehen.

"Wir sind inzwischen in einer Phase, wo die Umsätze auch in traditionellen Branchen vor allem durch die Integration von Hochtechnologien erzielt werden", sagte Bulmahn. Im Hinblick auf die Nanotechnologie sei jedoch "ein gewisser Nachholbedarf bei der industriellen Umsetzung erkennbar".

Die Nanotechnologie beschäftigt sich mit der Herstellung, Untersuchung und Anwendung sehr kleiner Strukturen -- ein Nanometer ist ein millionstel Millimeter. Zum Vergleich: Menschliche Haare sind 10.000 bis 100.000 Nanometer dick. (dpa) / (tol)