Studie: Ungeliebte Online-Werbung

Immer weniger deutsche Internet-Nutzer akzeptieren Werbebotschaften im Web.

vorlesen Druckansicht 220 Kommentare lesen
Lesezeit: 2 Min.

Rund 84 Prozent der deutschen Internet-Nutzer schreiben und lesen häufig E-Mails, 14 Prozent tun dies gelegentlich. Wie vorige Studien auch hat nun die 17. WWW-Benutzer-Analye der Marktforscher von Fittkau & Maaß festgestellt, dass der Umgang mit E-Mails aber durch unerwünschte Werbe-E-Mails erschwert wird. Aber immerhin sagten 7 Prozent der Nutzer aus, dass sie Spam überfliegen oder ganz durchlesen.

Rund 78 Prozent der Internet-Nutzer beseitigen Spam ungelesen, während 14 Prozent lediglich die Betreffzeile betrachten, bevor sie die unerwünschte Botschaft in den virtuellen Papierkorb werfen. Anders verhält es sich laut Studie mit bestellter elektronischer Werbung. Diese wird von 21 Prozent ganz durchgelesen und von 51 Prozent überflogen, während sie 12 Prozent ungelesen löschen.

Die Online-Werbung ist in der Akzeptanz der Nutzer auf einem Tiefpunkt angelangt. "Der Anteil der Nutzer, die Werbung als notwendiges Instrument zur Finanzierung von Websites tolerieren, ist seit Anfang 2001 von 52 auf 41 Prozent gesunken", teilen die Marktforscher mit. Daneben stieg der Anteil der Nutzer, die Online-Werbung missachten, von 34 auf 40 Prozent.

Vor diesem Hintergrund würden schlichte Textanzeigen mit Inhalten wie "powered by" ihr Comeback feiern. Gegenüber so genannten sponsored Links sei die Mehrheit der Nutzer positiv eingestellt: 7 Prozent finden sie interessant, 58 Prozent akzeptieren sie als Finanzierungsquelle für Suchmaschinen oder Webkataloge, während sie etwa 22 Prozent ablehnen. Für die Studie wurden vom 1. Oktober bis 5. November 2003 rund 117.500 deutschsprachige Internetnutzer online befragt.

Siehe dazu auch: (anw)